Gladiators Trier erleben ihr königsblaues Wunder

Basketball : Gladiators erleben ihr königsblaues Wunder

Zweite Basketball-Bundesliga: Trierer müssen weitere Pleite gegen ein Team aus dem Tabellenkeller hinnehmen.

Es sollte ein Zeichen gegen den Abwärtstrend sein, am Ende wurde es die fünfte Heimniederlage in dieser Saison.  Nach zuletzt nur einem Sieg aus den jüngsten vier Partien in der zweiten Basketball-Bundesliga quittierten die Römerstrom Gladiators Trier am gestrigen Sonntagabend ein 81:82 (50:44) gegen den Aufsteiger Schalke 04 und damit die nächste Pleite.

Das Team von Headcoach Christian Held war nach dem 66:81 zwei Tage zuvor bei Schlusslicht Hanau auf Wiedergutmachung aus, wollte unbedingt den neunten doppelten Punktgewinn im 15. Spiel der Saison. Einer, der großen Anteil daran hatte, dass die Partie nach einem ausgeglichenen Start aus Trierer Sicht zunächst in die richtigen Bahnen lief, war Till Gloger. In Hanau gerade mal mit zwei Punkten erfolgreich, steuerte der Center bereits im ersten Viertel deren zwölf bei. Der Vorsprung von 28:18 nach zehn Minuten mutete fürstlich an, schmolz aber im Laufe des zweiten Viertels dahin.

Für Entspannung sorgte der erste verwandelte Dreier der Gladiators, den Jermaine Bucknor nach knapp 14 Minuten im Korb der Schalker unterbrachte (35:31). Die Gäste glichen aber wenig später aus (35:35). Zwei Dreier von Kevin Smit ließen die Gladiators aber wieder davonziehen. Smit brachte es auf zehn Punkte im zweiten Viertel, war hier der dominierende Akteur der Trierer, die zur Hälfte mit 50:44 in Front lagen. Binnen knapp zwei Minuten war der Vorsprung der Hausherren wieder auf zehn Körbe angewachsen (56:46). Vor 2274 Zuschauern in der deutlich besser als zuletzt gegen Baunach besetzten Arena (1613) verließ das Team von Christian Held zwischenzeitlich die Wurfsicherheit. Unnötige Ballverluste und eine schwache Abwehr kamen erschwerend hinzu – 60:60 hieß es knapp drei Minuten vor dem Beginn des Schlussviertels. Mit 64:63 lagen die Königsblauen gar 40 Sekunden vor der letzten Viertelpause in Führung und behielten den knappen Vorsprung auch, ehe die letzten zehn Minuten anbrachen (66:65). Gloger brachte sein Team fünf Minuten vor Schluss mit zwei verwandelten Freiwürfen wieder nach vorne (73:71). Schalke fightete, 104 Sekunden waren noch zu spielen, da führte der Gast dank Adam Touray mit 79:78. Nach dem zwischenzeitlichen 78:82 machte Bucknors Dreier wieder Hoffnung. Unterm Strich reichte es aber nicht mehr.

Nach dem Spiel bilanzierte Gladiators-Trainer Christian Held: „Wir haben viel investiert. Über weite Strecken war es auch ein gutes Spiel von  uns, und es war ein Schritt in die richtige Richtung nach der Niederlage in Hanau.  In einigen Phasen waren wir dann aber nicht mehr so aggressiv –  und Schalke  hat es besser gelöst als wir.“

Punkte Trier: Lewis (8 Punkte), Smit (17), Bucknor (13), Hennen (2), Schmickale, Dietz, Schmitz (6), Grün (7), Ilzhöfer (n.e.), Buntic (n.e.), Gloger (24), Joos (4).

Bester Werfer Schalke 04: Belger (24), Touray (14)

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