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Gladiators Trier gegen Tübingen: Es geht um mehr als ,nur‘ zwei Punkte

Zweite Basketball-Bundesliga : Trier gegen Tübingen: Es geht um mehr als ,nur‘ zwei Punkte

Im Spitzenspiel zwischen den Gladiators und den Tigers (Samstag, 19.30 Uhr, Arena) geht es auch um eine gute Ausgangslage in den Playoffs.

Vor einigen Spieltagen war noch nicht absehbar, ob die Gladiatoren am Ende der Hauptrunde in der zweiten Basketball-Bundesliga zu den acht bestplatzierten Teams der Liga zählen werden. Diese Frage scheint vor der Begegnung gegen Tübingen mit ,Ja‘ beantwortet zu sein, wobei Trainer Pascal Heinrichs noch mahnt: „Es ist noch nicht ganz geschafft.“ Einen Sieg benötigen die Trierer in den beiden letzten Saisonspielen noch, dann sind die Playoffs ganz sicher.

Dabei soll es aber nicht auf das letzte Spiel der regulären Saison gegen den Tabellenletzten Ehingen, der bis dato erst ein Saisonspiel gewinnen konnte, ankommen. Die ganz besondere Bedeutung des Spitzenspiels an diesem Samstag gegen die Tigers Tübingen liegt in der möglichen Platzierung und damit bei der Frage, gegen wen die Trierer in den Playoffs antreten müssen. Noch besteht die Chance für die Gladiators, einen der ersten vier Tabellenplätze zu belegen, was gleichbedeutend mit dem Heimrecht in der ersten Playoff-Runde ist.

Die Tigers aus Tübingen sind zuletzt auf den dritten Tabellenplatz vorgerückt und haben am vergangenen Wochenende den Tabellenführer aus Rostock deutlich geschlagen. Topscorer der Tigers ist der US-Amerikaner Ryan Richard Mikesell mit im Schnitt 18,4 Punkten. Mateo Seric steuert 16,6 Punkte pro Spiel bei, er hat zudem eine sehr gute Dreipunktequote von 44 Prozent. Dabei greift sich der 2,04 Meter große Forward mehr als sechs Rebounds pro Begegnung. Der Finne Aatu Albert Kivimäki hat ein gutes Händchen und kann an einem guten Tag von außen sehr gefährlich werden. Der Amerikaner Isaiah Deion Crawley erzielt 13,1 Punkte im Schnitt. Ein weiterer wichtiger Akteur im Team von Trainer Danny Jansson ist der 25-jährige Daniel Keppler, der im Schnitt knapp elf Punkte für die Tigers erzielt.

„Uns erwartet schon ein richtiges Playoff-Spiel. Trier ist ein sehr starker Gegner, der noch jeden Sieg für die Finalrunde benötigt”, sagt Tigers-Co-Trainer Hussain Ghassan Dassouki. Er will nicht ausschließen, dass man bereits in der ersten Playoff-Runde auf Trier trifft:  „Diese Partie ist absolut möglich.”

Triers Trainer Pascal Heinrichs spricht voller Hochachtung über die Tigers und bescheinigt den Gästen eine herausragende Saison: „Die Tigers spielen sehr strukturiert und wissen auf dem Feld jederzeit, was sie wollen. Wir haben Respekt, ja, aber keine Angst. Wir haben gezeigt, dass wir in unserer Arena ein schwer zu schlagender Gegner sind.“ Einen deutlichen Vorteil für sein Team sieht Heinrichs in der Athletik seiner Mannschaft.

Noch macht sich der Coach indes wenig Gedanken über einen möglichen Gegner in den Playoffs: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, und dann sehen wir weiter.“

Dieser Meinung ist auch Thomas Grün. Der Defensivspezialist ist wieder im Training, wird aber gegen die Tigers mit Sicherheit noch nicht wieder spielen können. Auch auf die Frage, wer denn Wunschgegner in den Playoffs wäre, möchte er sich nicht festlegen. „Unser Fokus liegt auf den beiden Spielen der regulären Saison. Dann werden wir sehen, was passiert.“ Er hält die Tigers für einen sehr starken Gegner, der sehr schnell und fokussiert spielt. „Wir haben aber noch eine Rechnung offen“, sagt Grün, der zuversichtlich ist, dass seine Mannschaft die Tigers bezwingen kann: „Wir haben uns als Team sehr gut entwickelt und haben durch unsere Erfolge Selbstvertrauen gewonnen.“

Was seine Rückkehr betrifft, möchte er sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: „Aber in den Playoffs will ich der Mannschaft unbedingt helfen.“