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Trier: Gladiators Trier: Verschnupft nach Quakenbrück - Auswärtsspiel am Samstag

Trier : Gladiators Trier: Verschnupft nach Quakenbrück - Auswärtsspiel am Samstag

Basketball: Trierer Gladiatoren vor Spiel beim Vierten mit vielen Problemen.

Nein, nein, für einen Besuch in der Heimat, so betont Christian Held, da bleibe keine Zeit am Wochenende. „Meine Familie wird hoch nach Oldenburg fahren, aber ich mache mich direkt nach dem Spiel wieder auf den Weg zurück nach Trier.“ Schließlich warte in wenigen Tagen mit Hagen bereits der nächste schwere Gegner auf sein Team. „Den Heimatbesuch hole ich dann an Weihnachten nach.“

Knapp 70 Kilometer sind es von Oldenburg – wo der Trainer der Römerstrom Gladiators Trier aufgewachsen ist – nach Quakenbrück. Beim Aufsteiger und Tabellenvierten Artland Dragons steht für die Gladiatoren am Samstagabend (19.30 Uhr) das fünfte Saisonspiel an. Als der Trierische Volksfreund Christian Held am Freitagmittag erreicht, meldet er sich verschnupft: „Mich hat’s ein bisschen erwischt, mein Sohnemann hat mich wohl angesteckt.“

Nicht nur dem Coach läuft die Nase, auch Jermaine Bucknor hat eine heftige Erkältung, laboriert zudem an leichten Kniebeschwerden und hat diese Woche nicht trainiert. Und es wird noch bitterer: Johannes Joos hat sich bei der Heimniederlage gegen Chemnitz eine Außenband­ruptur im Fuß zugezogen, wird „ein paar Wochen ausfallen“, so Held.

Simon Schmitz hat sich am Daumen verletzt, Kilian Dietz plagt eine Muskelverletzung am Oberschenkel und fällt für das Duell mit den Norddeutschen aus. „Wir werden ihn zur Vorsicht rauslassen, um nichts zu ris­kieren“, sagt Triers Trainer. „Bei der Verletztensituation können wir uns kein weiteres Risiko leisten.“ Denn die Liste der Ausfälle wird noch länger: Thomas Grün ist aufgrund seines Syndesmoseband-Risses weiterhin raus, genau wie Kyle Dranginis, der aufgrund einer Fußverletzung laut Christian Held in dieser Saison voraussichtlich kein Spiel mehr für Trier machen wird. „Ja“, gesteht der Gladiators-Coach, „das ist schon eine sehr lange Liste.“

Bei Bucknor und Schmitz bestehe noch Hoffnung auf einen Einsatz am Samstagabend. Christian Held betont: „Egal, wie es kommt: Wir müssen uns auf die Spieler konzentrieren, die uns zur Verfügung stehen.“

Immerhin: Ein Einsatz von Neuzugang Kelvin Lewis – er kam vergangene Woche aufgrund der Dranginis-Verletzung – scheint möglich. Held: „Es gab zwar noch ein paar Kleinigkeiten zu klären, aber nun hoffen wir auf seinen Einsatz in Quakenbrück.“  Der Gastgeber und Aufsteiger aus Niedersachsen legte einen Sahne-Start in der Liga hin. Genau wie Trier gewann Quakenbrück – um den früheren Crailsheimer Chase Griffin – die ersten drei Saisonspiele. In der vergangenen Woche allerdings, da gab’s mal so richtig was hinter die Ohren für die Jungs von Trainer Florian Hartenstein: Mit 52:89 gingen die Drachen bei Mit-Aufsteiger Schalke 04 unter. „Ich denke, Quakenbrück wird gegen uns beweisen wollen, dass das gegen Schalke ein Ausrutscher war – ich erwarte einen hoch-motivierten Gegner, der mit sehr viel Feuer und Leidenschaft ins Spiel gehen wird“, sagt Held. Hinzu kommt die äußerst stimmungsvolle Artland-Arena. „Ich habe als Trainer dort zweimal mit Oldenburg gespielt: Die Atmosphäre ist immer sehr hitzig und laut – nicht negativ, sondern positiv gemeint. Das macht es für gegnerische Teams nicht einfach, dort zu bestehen – aber wir freuen uns darauf.“

Gegen Chemnitz, so Held, habe sein Team in mehreren Aktionen Pech gehabt. „Aber wir haben auch Fehler gemacht, die uns so nicht passieren dürfen, besonders im Bereich Rebounding und Pick-and-Roll-Defense.“ Daran habe die Mannschaft unter der Woche viel gearbeitet. „Wir wollen nun zeigen, dass wir es besser können.“

Das Spiel der Gladiators in Quakenbrück ist am Samstagabend live im Internet unter www.airtango.live zu sehen