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Gladiators vor stressigem Wochenende – Sperre für Geist

Zweite Basketball-Bundesliga : Gladiators vor stressigem Wochenende – Sperre für Geist

Trier tritt am Freitagabend bei Phoenix Hagen an.

Nein, über den vergangenen Sonntag möchte Christian Held dieser Tage nicht mehr sprechen. „Kein Kommentar mehr von mir dazu“, sagt der Cheftrainer der Römerstrom Gladiators Trier am Mittwoch. Die 85:84-Pleite bei Bundesligaabsteiger Science City Jena mit all ihren bitteren Begleiterscheinungen für das Team von der Mosel (Volksfreund vom 2. und 3. März), sie soll jetzt so langsam in Vergessenheit geraten. Der Blick geht nach vorne, denn schon an diesem Wochenende gibt’s für die Trierer die Chance, das Jena-Spiel gleich doppelt vergessen zu machen. Am Freitagabend treten die Gladiatoren auswärts bei Phoenix Hagen an (20 Uhr/www.airtango.live), am Sonntag geht’s zu Hause gegen die Nürnberg Falcons (17 Uhr/Arena Trier).

„Auch wenn es schwerfällt, wollen wir versuchen, das Positive aus dem Jena-Spiel mitzunehmen“, betont Christian Held. „Wir haben das Duell sehr ehrlich aufgearbeitet, auch gesehen, dass wir die Partie durchaus vorher schon hätten für uns entscheiden können.“ Mit der Defensivarbeit seines Teams, so sagt der 31-Jährige, sei er beispielsweise sehr zufrieden gewesen. „Wir haben Jena zu 23 Ballverlusten gezwungen, das kann sich sehen lassen.“

Auch Gegner Phoenix Hagen musste am vergangenen Wochenende eine Niederlage hinnehmen. Die Westfalen unterlagen Karlsruhe in eigener Halle. Das Team von Trainer Chris Harris spielt eine durchwachsene Saison. Mal überzeugt der Tabellenneunte (zwei Zähler hinter Trier), schlägt Top-Teams wie Heidelberg, gewinnt in Trier (85:81 in der Hinrunde). Dann jedoch folgen Tiefpunkte, Niederlagen bei Abstiegskandidaten wie Ehingen oder Schalke. „Hagen ist eine Mannschaft, die unheimlich Guard-dominant ist, mit Niklas Geske, Jonathan Octeus und Kyle Leufroy drei Spieler in seinen Reihen hat, die viel für ihre Mitspieler initiieren und die  wir kontrollieren müssen“, sagt Held.

Ärgerlich aus Trierer Sicht: Aufbauspieler Jordan Geist darf in Hagen nicht mitwirken, weil er eine Ein-Spiel-Sperre absitzt. Der Top­scorer der Gladiators hatte in Jena eine kurze Auseinandersetzung mit seinem Gegenspieler Julius Wolf, der von Geist mit dem Spielball im Gesicht getroffen wurde. Auslöser der Aktion war, dass Wolf zuvor Jordan Geist mit einer Geste provoziert hatte. Nach der Kenntnisnahme von Stellungnahmen aller Beteiligten sowie der Schiedsrichter und der Sichtung von Videomaterial kam die Liga zu dem Schluss, Geist wegen einer Tätlichkeit in einem minderschweren Fall mit einem Spiel Sperre sowie einer Geldstrafe zu belegen. Hagen muss mit Joel Aminu und Jannik Lodders auf gleich zwei Leistungsträger verzichten.

Wer am Freitag nicht mit nach Hagen reisen kann, sieht die Partie ab 20 Uhr live im Internet unter www.airtango.live. Weiter geht’s für die Gladiators am Sonntag. Um 17 Uhr empfängt das Team von Trainer Christian Held dann den Vorjahreschampions Nürnberg Falcons in der Arena Trier.