Gladiators: Weniger mit dem Kopf, mehr mit Gefühl

Basketball : Gladiators: Weniger mit dem Kopf, mehr mit Gefühl

Der Basketball-Zweitligist aus Trier will nach drei Pleiten in Folge mit einem Sieg bei Schalke 04 zurück auf Playoff-Kurs.

  Viel gesprochen und jede Menge trainiert worden sei in den vergangenen Tagen, betont Christian Held, der Trainer des Basketball-Zweitligisten Römerstrom Gladiators Trier. Das klare 70:86 in eigener Halle gegen Nürnberg und damit ein neuerlicher, schwerer Rückschlag im Kampf um die Playoffs galt es schließlich aufzuarbeiten. „Die Jungs haben die Mentalität. Sie wollen mit aller Macht das Ruder wieder herumreißen“, lautet die wichtigste Erkenntnis des Coachs. Er weiß aber auch, wo bei seinem Team vor dem Gastspiel am Sonntag, ab 18 Uhr, bei Schalke 04 (Willy-Jürissen-Halle in Oberhausen, www.airtango.live) der Schuh drückt: „Wir sind momentan zu sehr durch den Kopf gesteuert. Die Leichtigkeit fehlt uns. Mehr Intuition und Gefühl würden unserem Auftreten gut tun.“

Deshalb habe er zuletzt einmal mehr an die Nervenstärke seiner Schützlinge, die gegen Nürnberg fast über die komplette Spielzeit völlig verkrampft wirkten und so die dritte Niederlage in Folge kassierten, appelliert: „Unser Ziel sind und bleiben die Playoffs. Wir sind stark genug, sie zu erreichen. Das geht aber nur, wenn wir nicht panisch werden und die Coolness zurückerlangen.“ Gleichwohl weiß Held um die schwierige Lage und auch einen gewissen Druck, der auf ihm lastet: „Wir alle hatten uns die Situation anders vorgestellt.“

Den vier Plätze und sechs Punkte in der Pro A schlechter als die Gladiators notierten, kommenden Gegner Schalke hat Held aus dem Hinspiel (hier setzte es eine 81:82-Niederlage) als „gefährlich, aber schlagbar“ in Erinnerung. Zu was der von Raphael Wilder trainierte Aufsteiger zu leisten im Stande ist, bewies er beim jüngsten 77:73-Auswärtssieg in Quakenbrück gegen die Artland Dragons – zwei ganz wichtige Zähler im Kampf um den Klassenverbleib. Zuvor waren die Knappen aber fünfmal in Folge ohne Punktgewinn geblieben.

Stefan Ilzhöfer und Johannes Joos haben sich im Laufe der Woche mit einer Erkältung herumgeschlagen. Held geht aber davon aus, beide beim Gastspiel in Oberhausen einsetzen zu können.