Golfturnier: Promi-Parade bei Wontis Champions Trophy in der Eifel

Golf-Charityturnier : Promi-Parade bei Wontis Champions Trophy in der Eifel (mit Video)

Großer Sportler-Auflauf im Golfresort Bitburger Land. Das Charityturnier bringt 150 000 Euro für den guten Zweck ein.

990 Länderspiele, 150 000 Euro Spendensumme – diese Zahlen können sich sehen lassen. Bei der ersten ,Wontis Champions Trophy’ im Golfresort Bitburger Land, initiiert von Peter Biermann (Igel) und Rainer Schiffels (Sirzenich), haben mehr als 100 Teilnehmer – darunter mehr als 20 Sport-Promis aus dem Fußball und Handball mit reichlich Einsätzen in den Nationalmannschaften – für den guten Zweck Golf gespielt.

Mit der über das Turnier zusammengekommenen Summe werden drei Projekte gefördert – die Mittel wurden im Rahmen eines von Sportmoderatoren-Legende Jörg Wontorra moderierten Gala-Abends im Golfresort symbolisch übergeben: 80 000 Euro gehen an ein Aktionsbündnis Organspende. „Beim Thema Organspende muss ein Ruck durch die Gesellschaft gehen“, sagte Matthias Ant­huber, der in Deutschland zu den renommierten Transplantationschirurgen zählt und einst zigfacher Handball-Jugendnationalspieler war. Er nannte alarmierende Zahlen: „Jeden Tag sterben drei Menschen auf einer Warteliste. Auf eine Million Einwohner kommen bei uns nur im Schnitt gut zehn Organspenden.“ Botschafterin Verona Pooth, die mit Ehemann Franjo und Sohn Diego in die Eifel kam, sagte: „Das Thema Organspende ist schwierig, da keiner gerne über den Tod spricht.“ Persönliche Betroffenheit im Umfeld mache aber sensibel: „Der beste Freund von Diego bekam vor zweieinhalb Monaten zwei neue Herzklappen. Es wühlt auf, mitzuerleben, was das für so einen Jungen bedeutet.“

Golf-Charityturnier: Promi-Parade bei Wontis Champions Trophy in der Eifel

50 000 Euro gehen an die Hanse-Stiftung, die mit dem Geld ein ,Haus der Athleten’ in Bremen bauen wird. 20 000 Euro kommen der Unterstützung von Joachim Deckarm zugute, der nach einem bei einem Handball-Europacup-Spiel im März 1979 erlittenen schweren Schädel-Hirn-Trauma bis heute umfangreiche Hilfe benötigt. Vor allem seine ehemaligen Mitspieler im Weltmeister-Team von 1978 stehen Deckarm zur Seite. Einer von ihnen ist Kurt Klühspies. „Für die Betreuung im Heim und die medizinische Versorgung brauchen wir pro Jahr ein Budget von bis zu 50 000 Euro. Wir kümmern uns drum, dass das Geld jedes Jahr zusammenkommt“, berichtete der Weltmeister und mehrfache Deutsche Meister beim Gala-Abend.

Am gestrigen Freitag ging’s dann auf den Golfplatz. Der Spaß am Spiel stand im Vordergrund, doch in den ehemaligen Top-Sportlern brannte auch Ehrgeiz: „Einmal Leistungssportler, immer Leistungssportler – so gehen wir die Runde an“, sagte der Handball-Weltmeister von 2007, Christian Schwarzer, im Vorfeld. Der beste Golfer unter den Sport-Promis war laut Statistik Ex-Fußballprofi Karsten Hutwelker – er weist ein bärenstarkes Handicap von plus 1.8 auf.

Und wie steht’s um die Golf-Fähigkeiten bei anderen, beispielsweise bei den Fußball-Brüdern Thomas und Klaus Allofs? „Handicapmäßig bin ich der Bessere“, sagte Thomas Allofs, ehe Klaus eilends dazwischengrätschte: „Er ist zu bescheiden. Zwischen uns liegen Welten. Er hat ein Handicap von  minus 7,5, bei mir ist es weit zweistellig, minus 22.“

Diese Sport-Promis waren in der Eifel mit dabei: Die Handballer Christian Schwarzer, Thomas Krokowski, Matthias Anthuber, Uli Roth, Daniel Stephan, Claus Fey, Kurt Klühspies und Gerd Rosendahl sowie die Fußballer Bernd Franke, Erdal Keser, Stefan Beinlich, Thomas Allofs, Holger Fach, Karsten Hutwelker, Klaus Allofs und Oliver Reck.