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Gransdorf: Gateballer träumen von Eifel-Liga

Präzisionssport : Gateballer träumen von Eifel-Liga

Die der Präzisionssportart Krocket ähnliche Variante Gateball lässt sich auch in Corona-Zeiten ohne Einschränkungen ausüben. In Gransdorf hoffen sie sogar, über den eigenen Ort hinaus eifelweit bald regelmäßig Spiele austragen zu können.

Zwei Fünferteams treten gegeneinander an, aber man steht jeweils alleine auf dem Feld – meterweit getrennt vom Schiedsrichter,  der schon aus Übersichtsgründen den Abstand wahrt.

In Gransdorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm) spielen die Mitglieder der Süd-Eifel Krocket & Gateball- Freunde bereits seit fünf Jahren auf einem Bolzplatz. Wie wohl sie sich hier fühlen, beschreibt Club-Mitglied John Swabey: „Die Lage ist super, mitten im Dorf, und wir haben der Gemeinde die Pflege des Platzes abgenommen.“

Jedes Jahr werde der Platz ein bisschen besser. Aktuell gibt es aber auch Probleme, so Swabey: „Leider hat unser Spindelmäher unter einer Überschwemmung gelitten. Wir  würden lieber kürzer mähen, als die neue Maschine es uns erlaubt. Schließlich träumen wir natürlich von einem Platz wie ein Billardtisch.“

Sehr oft spielt man beim Gateball seinen eigenen bezifferten Ball nicht so, dass man selbst Punkte macht, sondern aus taktischen Gründen. Alle anderen Spieler müssen derweil am Rand des Spielfeldes stehen und auf ihren Turn warten. Abstand erfolgt sozusagen automatisch.

Kinder und Erwachsene, Männer und Frauen können beim Gateball auf einem Niveau spielen. Der  älteste Gransdorfer Akteur, damals über 80 Jahre alt, war der inzwischen verstorbene Johannes Keil. Laut Swabey war er „der einzige, den wir kennen, der in einem Zug seinen Ball durch alle drei Tore und dann zum End-Pfosten geschlagen hat.“  Ihm zu Ehren nenne man diese Kunst „einen Hansi machen“. Daraus, so Swabey, sei mittlerweile sogar ein fester Begriff in der weltweiten Gateball-Gemeinschaft geworden.

Man könne auf fast allen Böden spielen. Das erste Turnier der Gransdorfer fand auf dem Hartplatz in Eisenschmitt statt. In Pickließem und an der Scheuermühle in Spangdahlem hätte man zudem schon erste Gehversuche unternommen.  Im Winter wird in der Halle in Oberkail gespielt, obwohl die Fläche dort etwas eingeschränkt ist, also weniger als 20 auf 15 Meter.

Die Eifel sieht Swabey infrastrukturell  für Gateball gut aufgestellt: „Hier in der Gegend sind so viele Sportvereine mit Gras- und Hartplätzen, das man sogar von einer Eifel-Liga träumen kann.“

Die Süd-Eifel Krocket & Gateball- Freunde kämen gerne zu Interessierten, um  ihren Sport vorzustellen – alleine schon des Spiels wegen natürlich immer schön auf Abstand.

Weitere Informationen gibt es im Internet: https:/Igransdorf.de/index.php/vereinsleben/gateball; E-Mail-Kontakt: johnswabey@gmail.com