Hallenfußball-Turnier in Osburg Mosella Schweich beweist Nerven wie Drahtseile

Osburg · Der Bezirksliga-Zweite sichert sich zum ersten Mal den Sieg beim Dachdecker-Lauer-Hallencup und 1000 Euro Siegprämie.

 Der TuS Mosella Schweich freut sich über seinen erstmaligen Turniersieg in Osburg.

Der TuS Mosella Schweich freut sich über seinen erstmaligen Turniersieg in Osburg.

Foto: Lutz Schinköth

Drei Fehlschüsse waren am Ende zu viel: Weil die Spieler des FSV Tarforst im finalen Neunmeterschießen nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit zweimal den Pfosten trafen und einmal den Ball neben das Tor setzten, wurde nicht der Fußball-Rheinlandligist, sondern Bezirksligist TuS Mosella Schweich erstmals Sieger der achten Auflage des Dachdecker-Lauer-Hallencups in der Osburger Hochwaldhalle.

Das von Schiedsrichterin Naemi Breier geleitete Finale vor 500 Zuschauern war spannend und hochklassig. Zunächst sorgte Valentin Frick für die Schweicher Führung. Routinier Martin Gorges glich für den FSV aus. Im Neunmeterschießen  scheiterten Benjamin Arnold, Florian Weirich und Nico Neumann. Die Mosella war abgebrühter – Frick, Eliah Dick und Yannick Sklarski blieben vom Punkt aus cool und versenkten die Bälle.

Ein Trost für Tarforst: Mohammad Rashidi sicherte sich die Torjägertrophäe. Elf Turniertreffer brachten dem 22-jährigen Offensivspieler neue Fußballschuhe ein. Tarforsts Teammanager Sven Haubrich, dessen Mannschaft 750 Euro Prämie einstrich, lobte das Auftreten seiner Spieler – und die Organisatoren: „Das Turnier war top organisiert, die Rahmenbedingungen und Gegebenheiten passten absolut. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht.“

Zufrieden war der 30-Jährige auch mit dem Comeback von Florian Weirich, der erst vor ein paar Wochen vom Luxemburger Erstligisten FC UNA Strassen zurück nach Tarforst gewechselt ist: „Wir sind sehr froh, dass Florian den Weg zurück gefunden hat. Er ist noch immer ein sehr guter Kicker, der uns in der Rückrunde noch sehr viel Spaß bereiten wird.“

Der TuS Mosella Schweich frohlockte, da er ungeschlagen durch das Turnier gekommen ist. In ihrer Vorrundengruppe setzte sich die Mosella gegen die SG Zewen (3:0), den VfL Trier (8:0) und die SG Hermeskeil (5:0) ohne Gegentor durch und kam als erneuter Gruppensieger in der Zwischenrunde als erstes Team ins Halbfinale. Schweich war gegen die SG Geisfeld (1:0), die DJK Pluwig-Gusterath (2:1) und die ,Kicker gegen Krebs‘ (2:1) erfolgreich, gegen die SG Fell/Longuich/Riol gab es ein torloses Remis. Im Halbfinale gegen den Ligakonkurrenten TuS Schillingen, der das Spiel um Platz drei gegen die SG Geisfeld (250 Euro Prämie) mit 2:1 gewann und sich damit 500 Euro Preisgeld sicherte, hatte Schweich wenig Mühe und siegte nach Treffern von Dick (zwei), Frick und Sklarski bei einem Gegentor von Tobias Anell mit 4:1.

„Wir haben es gut gemacht, haben versucht, den Überblick zu bewahren und vor dem Tor kaltschnäuzig zu bleiben. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, nach zwei Jahren Corona-Pause wieder in der Halle zu spielen. Wir hatten mega Bock darauf. Die Organisation war perfekt“, brachte Schweichs Eliah Dick seine Begeisterung zum Ausdruck. Im ersten Halbfinale hatte Tarforst den klassentieferen Bezirksligisten Geisfeld nach Treffern von Faris Kssouri (zwei) und Rashidi sowie Neumann mit 4:0 besiegt.         

Eine Überraschung gelang dem Trierer Hochwald/Mosel-C-Ligisten SG Beuren/Bescheid, der sich in seiner Vorrundengruppe mit Platz zwei in die Zwischenrunde gespielt hatte. „Wir haben uns gegen Bezirksligist Ruwertal und die Zweite von Lokalmatador Osburg durchgesetzt, hatten in der Zwischenrunde aber kaum noch eine Chance. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Jungs“, kommentierte Beurens Trainer Jörg Lauer, der auch mit den ,Kickern gegen Krebs‘ aktiv war. Als Abwehrchef in der Auswahl hatte Lauer großen Anteil daran, dass sich das Team erneut in die Zwischenrunde kämpfte, dort aber unter seinen Möglichkeiten (Platz vier) blieb.

An den drei Turnier-Tagen kamen insgesamt mehr als 1300 Zuschauer in die Hochwaldhalle – dies bedeutet einen neuen Rekord. Namensgeber und Sponsor Oliver Lauer zeigte sich stellvertretend für das gesamte Organisationsteam zufrieden. „Wir haben erneut gesehen, welche große Anziehungskraft so ein gut besetztes, regionales Hallenturnier hat. Wir haben bewusst regionale Mannschaften eingeladen. Die Resonanz war überwältigend. Besonders gefreut hat uns, dass wir erneut mehr als 2000 Euro an Spendengeldern für die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz einspielen konnten.“ Der Vorsitzende des gastgebenden FSV Osburg hob den karitativen Charakter des Turniers hervor – und er blickte bereits voraus: „Im kommenden Jahr wollen wir zumindest wieder mit 25 Mannschaften an den Start gehen.“

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