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Handball/Basketball: Wegen Corona herrscht bei Vereinen große Unsicherheit

Corona-Pandemie : Handball/Basketball: Große Unsicherheit bei den Vereinen

Noch herrscht angespannte Ruhe. Während in den regionalen Handball-Ligen Herbstferien-Pause ist, steht bei den Basketballern in den Spielklassen ab der Oberliga abwärts erst Ende Oktober der Saisonstart an. Aber geht’s zum Monatswechsel überhaupt weiter beziehungsweise los? Klar ist momentan nur, dass vieles noch unklar ist.

„Die Vereine sind total verunsichert, auch wegen der Gemengelage. Die Entscheidungsebene ist nicht mehr das Land, sondern es sind die Kommunen. Da viele Spielklassen Vereine aus mehreren Kreisen einschließen, macht das den Abstimmungsprozess nicht einfach“, berichtet Peter Josef Schmitz, Präsident des Handball-Verbands Rheinland (HVR), auf TV-Anfrage.

Was gilt? Was geht? Was geht nicht? Die Geschäftsstelle des HVR und die Präsidiumsmitgieder sind zuletzt mit vielen Fragen konfrontiert worden. Antworten? Sind derzeit schwer möglich.

Vielleicht herrscht Anfang kommender Woche mehr Klarheit. Am Montag trifft sich das erweiterte HVR-Präsidium. Das Ziel laut Schmitz: „Regularien für den Spielbetrieb in Corona-Zeiten zu treffen, die allen gerecht werden.“

Symbolfoto: dpa Foto: dpa/Soeren Stache

Andere Verbände haben bereits Entscheidungen getroffen. Der bayerische Handballverband setzt wegen gestiegener Corona-Fallzahlen die nächsten drei Spieltage aus. Auch der Spielbetrieb im hessischen Handballverband ruht coronabedingt bis zum 8. November. Laut Schmitz werde im pfälzischen Verband überlegt, den dort ohnehin erst jetzt vorgesehenen Saisonstart erneut nach hinten zu verlegen.

Man muss kein Prophet sein: Sollten die Infektionszahlen weiter steigen, dürfte es auch im Verband Rheinland nicht so weitergehen wie bislang. Vor allem, wenn möglicherweise durch Hallenschließungen Trainingsmöglichkeiten abhanden kommen. Manche Vereine verzichten schon jetzt freiwillig auf Übungseinheiten. Etwa der SV Gerolstein oder der TV Bitburg – um die Gesundheit der Spieler zu schützen und um einen Beitrag zu leisten, die Pandemie einzudämmen.

Auch im Basketball wird eifrig diskutiert, wie Marco Marzi, Vorsitzender des Trimmelter SV und Spielleiter dreier Regionalligen, auf TV-Anfrage mitteilt. Bislang gelte das Motto: „Wo es möglich ist zu spielen, soll es versucht werden.“

Ein einheitliches Stimmungsbild unter den Vereinen  gebe es nicht, auch wenn sein Eindruck ist, dass das Gros der Clubs nach der langen Zwangspause wieder spielen will. Bislang bewährt hätten sich die Absprachen für die Regionalligen, in denen die Saison bereits begonnen hat: „Wenn es in einer Mannschaft einen positiven Corona-Fall gibt beziehungsweise wenn mehr als drei Spieler eines Teams in Quarantäne sind, werden die Spiele abgesagt.“

Geisterspiele wären im unterklassigeren Basketball laut Marzi weniger ein Problem, da Zuschauereinnahmen nicht zentrales Thema seien. Doch er gibt zu bedenken, dass für Hobby-Basketballer oftmals neben dem Spielgeschehen die Geselligkeit rund um die Partien im Mittelpunkt stehe: „Darauf zu verzichten, dürfte für viele eine Herausforderung sein.“