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Handball in der Region Trier: Clubs nehmen nach Corona-Pause neuen Anlauf

Regionaler Handball : Vereine nehmen nach Corona-Pause einen neuen Anlauf

Beim Staffeltag der Spielbereiche Mosel/Eifel und Nahe/Hunsrück geht’s um Klasseneinteilungen, eine Fusion und Schiedsrichtermeldungen.

Die Handballer der Spielbereiche Mosel/Eifel und Nahe/Hunsrück haben während ihres Staffeltags über die Auswirkungen der Corona-Krise diskutiert.

Aktuell ist Mannschaftssport bis maximal 50 Personen (ohne Geimpfte und Genesene) erlaubt, mit Pflicht der Kontakterfassung und Testpflicht. Inzwischen haben die Vereine wieder mit dem Hallentraining begonnen, und auch in den Sommerferien stehen den Vereinen die Hallen größtenteils zur Verfügung. Hygienebedingte Zusatzbestimmungen werden nach den Sommerferien erstellt, dabei wird auch festgelegt, dass der jeweilige Heimverein für die Einhaltung der dann bestehenden Schutzmaßnahmen (zum Beispiel Testpflicht, Kontakterfassung) verantwortlich ist und die Mannschaftsverantwortlichen dies jeweils entsprechend dokumentieren müssen.

In der kommenden Saison gehen in der Rheinlandliga der Männer unverändert elf Mannschaften an den Start, drei Vereine kommen aus den hiesigen Spielbereichen. Die Verbandsliga West wird weiterhin nach Zuordnung der HSG Kastellaun/Simmern II (aus der Verbandsliga Ost) mit elf Mannschaften besetzt sein. Die Entscheidung des Verbandsspielausschusses, die beiden Verbandsliga-Staffeln West und Ost strikt nach Spielbereichen zu trennen, wurde kontrovers diskutiert.

In der Landesliga treten aufgrund der Abmeldung der HSG Obere Nahe II und dem Klassenverzicht der HSG Kastellaun/Simmern III nur noch sechs Mannschaften an. Die Bezirksliga Männer ist erneut mit zwölf Mannschaften besetzt und wird analog zur abgebrochenen Vorsaison geografisch in zwei Staffeln mit jeweils sechs Mannschaften aufgeteilt.

Die Rheinlandliga Frauen ist nur mit elf Mannschaften besetzt. In der Bezirksliga haben 13 Mannschaften gemeldet, die in zwei regionale Staffeln mit sieben und sechs Mannschaften aufgeteilt werden.

In den Jugendklassen sollen bei der männlichen B- und C-Jugend sowie der weiblichen C-Jugend die notwendigen Oberliga-Qualifikationen im September über die Bühne gehen.

Die Rheinlandliga der männlichen A-Jugend wird mit sechs Mannschaften spielen. Da für die Bezirksliga nur zwei Vereine gemeldet haben (TuS Daun und JSG Eifel), möchten die Mannschaften im Spielbereich Rhein/Westerwald antreten.

Die Rheinlandliga der weiblichen A-Jugend geht mit acht Mannschaften an den Start. In der Rheinlandliga der männlichen B-Jugend werden acht Mannschaften antreten. Da in der Bezirksliga nur vier Mannschaften gemeldet wurden, wird dort eine doppelte Hin-/Rückrunde gespielt (insgesamt zwölf Partien).

In der weiblichen B-Jugend-Rheinlandliga  werden sechs Mannschaften spielen, für die Bezirksliga haben fünf Mannschaften gemeldet. Hier wird eine eineinhalbfache Hin-/Rückrunde mit zwölf  Spielen geplant. Sechs Teams werden in der Rheinlandliga der männlichen C-Jugend antreten. In der Bezirksliga werden elf Mannschaften dabei sein, die in zwei regionale Staffeln aufgeteilt werden, die anschließend Halbfinal- und Platzierungsspiele austragen.

In der weiblichen C-Jugend-Rheinlandliga werden fünf Mannschaften in einer eineinhalbfachen Hin-/Rückrunde spielen, für die Bezirksliga wurden elf Teams gemeldet, die in zwei regionale Staffeln aufgeteilt werden und anschließend Halbfinal- und Platzierungsspiele austragen.

Erfreulich hoch ist die Zahl der gemeldeten Mannschaften in der männlichen D-Jugend: Dort treten 17 Mannschaften an, die eine Einteilung in zwei Staffeln erforderlich macht. Die Hinrunde wird am 18./19. September beginnen. Danach spielen die Staffelsieger den Bezirksmeister aus (Halbfinale und Finalspiele), alle anderen Teams führen Platzierungsspiele durch. In der weiblichen D-Jugend starten elf Mannschaften, die in zwei regionale Staffeln aufgeteilt werden. Die beiden Erstplatzierten spielen die Bezirksmeisterschaft aus (Halbfinale und Finalspiele), die anderen Teams absolvieren Platzierungsspiele. Das Finalturnier um die Meisterschaft im Handballverband Rheinland (HVR) soll in beiden Jugendklassen nach den Osterferien am 30. April/1. Mai 2022 steigen.

Die männliche E-Jugend verzeichnet 16 Mannschaftsmeldungen, sodass auch hier eine Einteilung in zwei Staffeln erforderlich ist. In der weiblichen E-Jugend wird eine eingleisige Bezirksliga mit elf Mannschaften gebildet. Für F-Jugend werden vorerst keine Miniturniere angeboten, dafür sollen ersatzweise Freundschaftsspiele vereinbart werden.

Die Durchführungsbestimmungen des Handballverbands für die Spielzeit 2021/22 wurden vom Verbandsspielausschuss angepasst. So wird die Einführung der eingleisigen Verbandsliga ausgesetzt. Die Pokalrunde 2021/22 wird entfallen. Unter Vorbehalt der Corona-Pandemie wird als Saisonstart der 25./26. September geplant, alle Jugendklassen sollen mit Ausnahme der männlichen D-Jugend am 30./31. Oktober beginnen.

Die Auslosung der noch ausstehenden Verbandspokal-Halfinals  ergab folgende Paarungen, die voraussichtlich am 18. September stattfinden sollen: SV Gerolstein gegen HV Vallendar und TV Bad Ems II gegen HSG Kastellaun/Simmern.

HVR-Präsident Peter Josef Schmitz informierte über den Stand der Gespräche mit den Verbänden Rheinhessen und Pfalz zur Fusion zum neuen Handballverband Rheinland-Pfalz. Als Zieltermin für die Fusion wurde der Sommer 2023 fixiert. Aktuell existiert ein Diskussionspapier zur Auslösung der 3. Liga Frauen, dass aber bereits in anderen Verbänden auf Ablehnung stößt. Mit den im Rheinland betroffenen Vereinen der 3. Liga und der Oberliga werden der Präsident und seine Kollegen in einer Online-Konferenz das Thema besprechen.

Frühestens nach den Sommerferien werden wieder das Basis-Stützpunkt- beziehungsweise das regionale Verbandstraining der Jugend aufgenommen. Unvollständig sind derzeit noch die Schiedsrichtermeldungen für die kommende Saison, die von den Vereinen überprüft werden. Nachmeldungen sind möglich.  Angeboten werden Schiedsrichter-Neuausbildungen, die über das neue DHB-Schiedsrichter-Portal (Home-e-learning und verkürzte Präsenzschulung) angeboten werden. Nach der Saison 2019/20 wurde das Schiedsrichtersoll ermittelt. Vereine, die es nicht erfüllten, wurden entsprechend der Schiedsrichterordnung bestraft. Dies traf sechs Vereine aus den Spielbereichen, deren Punktabzug auf die bevorstehende Saison übertragen wird.

Die Spielwarte der beiden Spielbereiche, Jürgen Werner und Klaus Busch, wiesen darauf hin, dass aus versicherungsrechtlichen Gründen Vorbereitungs- und Freundschaftsspiele beim Schiedsrichterwart oder Schiedsrichteransetzer zu melden sind.