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Handball: Niklas Ihmer (Traben-Trarbach) und sein Traum vom Bundesliga-Profi

Handballer aus Traben-Trarbach : Niklas Ihmer und sein Traum vom Bundesliga-Profi

Niklas Ihmer (16) ist aus der JSG Hunsrück in die Akademie des TV Großwallstadt gewechselt. Der Traben-Trarbacher will Bundesliga-Profi werden.

Er ist zweifacher Vize-Weltmeister und zweifacher Deutscher Meister. Es gibt gute Gründe, als Handballer den Norweger Magnus Rød von der SG Flensburg-Handewitt als Idol zu nennen.

So sieht’s zum Beispiel Niklas Ihmer. Der 16-Jährige aus Traben-Trarbach will auch Handball-Profi werden und später einmal in der Bundesliga spielen. Ihm gefällt die Spielweise Røds, der wie Ihmer im rechten Rückraum beheimatet ist.

Seinem Traum ein Stück näher kommen kann Ihmer seit kurzem beim TV Großwallstadt. Der Gymnasiast ist aus der JSG Hunsrück in die Junioren-Akademie des zurzeit in der zweiten Liga angesiedelten Traditionsvereins gewechselt, der in den 1970er und 1980er Jahren mehrfach Deutscher Meister und Deutscher Pokalsieger sowie zwei Mal Europapokalsieger der Landesmeister war.

„Es war schon überraschend, als sich der Jugendkoordinator des TVG meldete“, berichtet der 1,93-Meter-Hühne, dessen Tor- und Siebenmeterquote Eindruck machten.

Ihmer begann als Fünfjähriger bei der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch mit dem Handballspielen – unter anderem animiert durch seinen drei Jahre älteren Bruder Lukas. Bis zu seinem Wechsel jetzt nach Unterfranken blieb er der HSG treu. Zu seinen Förderern zählten die Trainer Matthias Kornes und Florin Nicolae. Auf sich aufmerksam machen konnte Ihmer zudem in der Rheinland- und Rheinland-Pfalz-Auswahl sowie im März dieses Jahres bei einer Sichtung des Deutschen Handball-Bunds in Heidelberg.

Zwischenzeitlich überzeugte er bei einem Camp auch den THW Kiel, zu diesem Zeitpunkt hatte er beim TVG bereits zugesagt.

In Großwallstadt lebt er in einer Wohngemeinschaft der TVG-Akademie, im benachbarten Erlenbach besucht er die zehnte Klasse des örtlichen Gymnasiums. „Von Zuhause wegzugehen, ist ein großer Schritt. Bislang klappt es ganz gut“, sagt Ihmer, der sich auch im Training mit neuen Begebenheiten anfreunden muss: „Die Athletik genießt einen höheren Stellenwert, und die Intensität ist höher.“ Unter anderem muss der 80 Kilo schwere Linkshänder noch an Muskelmasse sowie im ,Eins-gegen-eins’ zulegen.

Beim TVG wird er vornehmlich in der B-Jugend zum Einsatz kommen. Am Samstag startet in der Bayernliga die Saison, auf den TVG wartet zu Hause gegen den HC Erlangen direkt eine Standortbestimmung. „Ich bin schon ein bisschen nervös, freue mich aber, dass es jetzt losgeht“, sagt Ihmer, dessen Lieblingsfächer in der Schule Sport und Mathe sind.

Handball ist aktuell sein einziges Hobby. Ihmer ordnet vieles seinem Profi-Traum unter, wohlwissend, dass das Nadelöhr sehr schmal ist: „Die Chance ist klein, aber ich will versuchen, sie zu nutzen.“

Eine Sache hat Ihmer derweil schon mit seinem Idol Magnus Rød gemeinsam: Wie der Norweger trägt er die Trikotnummer 77.