Handball-Verbandsliga West: Der enge Titelkampf und der Abgang von Überflieger Kai Lißmann sorgen bei der HSG für spannungsreiche Zeiten.

Regionaler Handball : HSG Wittlich muss sich neu erfinden

Handball-Verbandsliga West: Der enge Titelkampf und der Abgang von Überflieger Kai Lißmann sorgen bei der HSG für spannungsreiche Zeiten.

Der Spielplan treibt das Ganze noch auf die Spitze – als ob der Titelkampf in der Handball-Verbandsliga West nicht so schon spannend genug wäre. An den letzten beiden Spieltagen im April bekommt es die derzeit auf Platz zwei liegende HSG Wittlich mit dem Dritten DJK St.­ Matthias und dem Tabellenführer Saarburg zu tun. „Da wird wohl die Meisterschaft entschieden, aber wir dürfen uns nicht nur auf diese beiden Partien konzentrieren“, sagt Wittlichs Trainer Heinz Hammann, der auch den Viertplatzierten HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch II keinesfalls weg vom Fenster sieht.

Für die HSG sind es derzeit aufwühlende Zeiten. Nicht nur das Meisterschaftsrennen hält den Verein in Atem, sondern auch die Kaderplanung für die nächste Saison, die vor allem nach dem Abgang von Überflieger Kai Lißmann zum TuS Daun zu einer großen Herausforderung wird. „Kai ist der absolute Führungsspieler bei uns. Ohne ihn stünden wir nicht so weit oben. Viele fragen: Wie soll es ohne Kai weitergehen? Jeder überträgt Verantwortung auf ihn. Diese Last müssen wir künftig auf mehrere Schultern verteilen“, sagt Hammann.

Die HSG muss sich neu erfinden. Der Trainer hofft, dass durch eine noch engere Verzahnung mit der A-Jugend der Pool an Spielern verbreitert und damit die Trainingsarbeit verbessert werden kann. „Wir werden nächste Saison gemeinsam mit der A-Jugend trainieren“, kündigt Hammann an, der dem Coach des Nachwuchses, Frank Staskewitz, eine sehr gute Arbeit bescheinigt.

Mit Lennard Weber und Lukas Kirsch sind laut Hammann aktuell zwei A-Jugendliche schon fest im Männerteam mit dabei. Der Coach hofft, dass neben Lißmann und Johannes Praeder, der ebenfalls nach Daun geht, keine weiteren Abgänge hinzukommen. Ohne externe Zugänge wird die Kaderplanung nicht funktionieren. Laut Hammann ist sich die HSG mit einem Kreisläufer, der in Welling gespielt hat, mündlich einig.

Würde ein Aufstieg angesichts der anstehenden Umwälzungen Sinn machen?

„Vom Verein aus dürfen wir aufsteigen. Wir müssten im Fall der Fälle schauen, was realistisch ist. Die abgeschlagene HSG Eifel in der Rheinlandliga ist natürlich ein warnendes Beispiel. Unser Ziel ist es aber, auch nächste Saison eine starke Mannschaft zu haben, egal ob für die Verbandsliga oder die Rheinlandliga“, blickt Hammann voraus.

Erst einmal aber zählt für ihn nur das anstehende Auswärtsspiel am nächsten Samstag beim SV Gerolstein. Und in ein paar Wochen dann der Meisterschafts-Doppelpack gegen St. Matthias und Saarburg. Hammann: „Das wird ein total spannendes Saisonfinale. Ich hoffe, dass es trotz der zu erwartenden harten Auseinandersetzungen nicht unfair wird.“

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