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Handballverband Rheinland: Wegen Corona - TuS Saarburg meldet Team ab

Spielbetrieb im Verband Rheinland : Keine längere Corona-Pause: Handballer legen wieder los - aber ohne den TuS Fortuna Saarburg

Nicht nur im Bereich der Rheinland-Pfalz/Saar-Oberligen, auch in den Spielklassen, die vom Handballverband Rheinland (HVR) verantwortet werden, geht der Spielbetrieb weiter. Nach einer coronabedingten Unterbrechung, die von Anfang Dezember bis jetzt vorgenommen worden ist, geht‘s an diesem Wochenende in den HVR-Ligen wieder los.

Diese Entscheidung, die laut Verbandsangaben vom HVR-Präsidium und den Vorsitzenden der Spielbereiche einstimmig gefasst wurde, wird angesichts der aktuell enorm hohen Inzidenzen durchaus kritisch gesehen und wird auch nicht von allen Vereinen geteilt.

Auf der Homepage des HVR verteidigt Verbandspräsident Peter Josef Schmitz die Entscheidung mit einem flammenden Appell. So verweist er auf eine während des  Lockdowns im vergangenen Jahr von den Sportverbänden immer wieder getätigte Aussage, nach der der Sport kein Problem in der Pandemie, sondern ein Teil der Lösung ist. „Diese Ansicht teile ich noch immer, besonders in Hinsicht auf die Kinder und die Jugend“, sagt Schmitz.

Die geltenden 2G-plus-Regeln für Sportler (und 2G mit Maskenpflicht für Zuschauer) böten einen weitaus besseren Schutz, als es in anderen Lebensbereichen (zum Beispiel bei 3G am Arbeitsplatz oder durch die Maskenpflicht im Supermarkt) der Fall sei.

Ein Hinausschieben des Re-Starts im regionalen Handball über den 15. Januar hinaus berge zudem die Gefahr eines Saisonabbruchs und damit eines erheblichen Mitgliederschwunds.

Außerdem hätten ihm die Präsidenten des Handballverbands Saar (dort wurde die Saison zuletzt ohne Unterbrechung fortgesetzt) und des pfälzischen Handballverbands (dort wurde lediglich an einem Wochenende pausiert) bestätigt, dass es keine Vorfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gegeben habe.

Ungeachtet dessen verweist Schmitz mit Blick auf die HVR-Ligen darauf, dass Spielverlegungen im Rahmen der in den Durchführungsbestimmungen festgelegten Regeln im gegenseitigen Einvernehmen möglich sind.

Andere Konsequenzen zieht der TuS Fortuna Saarburg. Die Handballer des Vereins ziehen mit sofortiger Wirkung ihre Verbandsliga-Mannschaft vom Spielbetrieb zurück. Das wurde gestern bekannt.

„In den beiden letzten Tagen haben Trainerteam und Mannschaft eingehend diskutiert. Wir sind der Meinung, dass die Wiederaufnahme des Spielbetriebs unter den aktuellen Bedingungen unverantwortlich ist. Auch wenn durch die 2G-plus-Regelung die vermeintlich beste Sicherheit gegeben ist, bleibt doch ein Restrisiko, welches wir nicht bereit sind zu übernehmen. Ich habe für jeden Spieler Verständnis, der mir sagt, dass er es sich nicht erlauben kann wegen/oder nochmal wegen eines Hobbys in Quarantäne geschickt zu werden“, heißt es in einer Mitteilung des Handball-Abteilungsleiters Joachim Schmitt.

Unter den gegebenen Umständen sieht sich der TuS nicht mehr in der Lage, einen Kader zu stellen. Der Verein meldet deshalb mit sofortiger Wirkung die Mannschaft vom Spielbetrieb ab.

Weiterer Bericht folgt.