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Basketball
Heidelberg ist bereits dort angelangt, wo Trier hin will

 Heidelberg vor Augen, die Playoffs im Hinterkopf: Christian Held und die Gladiators sind in der heißen Phase der Saison.
Heidelberg vor Augen, die Playoffs im Hinterkopf: Christian Held und die Gladiators sind in der heißen Phase der Saison. FOTO: Sebastian J. Schwarz / sjs / Sebastian J. Schwarz
Trier. Es ist ein Aufeinander­treffen der Serientäter, wenn sich am Sonntag, ab 17 Uhr, die schon für die Playoffs qualifizierten MLP Academics Heidelberg und die Römerstrom Gladiators in der Halle am Olympiastützpunkt am drittletzten Spieltag der zweiten Basketball-Bundesliga duellieren.
Andreas Arens

Kreissport-Mitarbeiter beim Trierischen Volksfreund

Beide gewannen zuletzt viermal in Folge, die Neckarstädter sogar jüngst drei Auswärtspartien hintereinander. Die Mannschaft von Trainer Christian Held demonstrierte am vergangenen Samstag ihre starke Verfassung beim 82:74 über die Rostock Seawolves.

Da die Heidelberger aber über die gesamte Saison hinweg konstanter gepunktet haben, ist ihnen die Playoff-Teilnahme schon sicher. Sechs Punkte und vier Ränge ist der Tabellenzweite derzeit besser notiert als die Gladiators. „Sie stehen vollkommen zurecht so weit oben. Deshalb erwartet uns auch ein ganz schweres Spiel“, betont Held. Als „clevere, mit einigen bundesligaerfahrenen Akteuren bestückte Mannschaft, die allesamt immer wieder zweistellig punkten“, beschreibt er das Team seines Trainerkollegen Branislav Ignjatovic.

Einen Top-Leistungsträger wie Shyron Ely im Griff zu haben, hat für Held bei aller Ausgeglichenheit der Heidelberger aber noch einmal zentrale Bedeutung, um bestehen zu können. Ein anderer Faktor ist für den Coach die Zuschauerunterstützung. Er hofft, dass möglichst viele Trierer Fans die verhältnismäßig geringe Entfernung von 200 Kilometern nach Nordbaden auf sich nehmen und ein klein wenig jene Atmosphäre verbreiten, die sein Team zuletzt gegen Rostock zum Erfolg getragen hat: „So was hilft enorm. Es macht einfach Spaß, vor möglichst vielen eigenen Fans zu spielen.“

Auch, wenn das Hinspiel gegen die Academics verloren wurde, so hat man im Lager der Gladiators dennoch gute Erinnerungen an den kommenden Gegner. Schließlich gelang den Trierern in der vergangenen Saison gegen sie über fünf Partien hinweg der Einzug ins Halbfinale der Playoffs. Die Runde der letzten Acht zu erreichen, ist für Held und seine Schützlinge erneut oberste Prämisse. Ob man es überhaupt schafft oder sich in den drei verbleibenden Partien in Heidelberg, in Ehingen (Freitag, 22. März, 19.30 Uhr) und zum Abschluss genau eine Woche später in der Arena gegen Karlsruhe etwa noch weiter nach oben verbessert – alles ist noch offen. „Wir konzentrieren uns auf die eigene Stärke. Nur das können wir beeinflussen“, mag Held derzeit auch nicht allzu sehr auf die Ergebnisse der Konkurrenz schauen.

Personell kann der Gladiators-Trainer am Sonntag bis auf den Langzeitverletzten Simon Schmitz aus dem Vollen schöpfen.

Die Trierer Partie bei den MLP Academics Heidelberg ist am Sonntag, ab 17 Uhr, live im Internet unter www.airtango.live zu sehen.