HSG Eifel: Unerschrocken erneut ins Abenteuer Handball-Rheinlandliga

Handball-Rheinlandliga Männer : HSG Eifel: Unerschrocken ins nächste Abenteuer

Warum die Spielgemeinschaft aus Prüm und Neuerburg trotz einer desaströsen Saison mit 0:48 Punkten erneut in der Rheinlandliga antritt.

Es waren harte Monate für die Handball-Herren der HSG Eifel Richtig harte. 24 Spiele, null Siege, null Unentschieden, 24 Niederlagen, 0:48 Punkte, ein Torverhältnis von 517:842 – so lautete für den vom Verletzungspech gebeutelten Aufsteiger die desaströse Bilanz der Rheinlandliga-Saison 2018/19. So hatten sich die Eifeler die Rückkehr nach zehn Jahren in die höchste Spielklasse des Handballverbands Rheinland nicht vorgestellt, obwohl ihnen die Schwere der Aufgabe bewusst war.

Doch trotz des letzten Platzes wird die Spielgemeinschaft des Ski-Clubs Prüm und des SV Blau Weiß Neuerburg auch in der neuen Saison in der Rheinlandliga auflaufen. Klingt erst mal kurios, ist aber erklärbar. Bedingt durch den freiwilligen Ligaverzicht des HSC Schweich und der HSG Mertesdorf/Ruwertal sowie die Gründung einer Spielgemeinschaft der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch und der SG Gösenroth/Laufersweiler (HSG Hunsrück) erhielt die HSG Eifel auch für die kommende Saison die Möglichkeit, in der Rheinlandliga anzutreten.

„Diese Entscheidung haben wir dann der Mannschaft überlassen, die sich mit überwältigender Mehrheit dafür ausgesprochen hat, das Wagnis nochmals einzugehen“, berichtet der neue HSG-Trainer René Wingels, der die Nachfolge von Sigi Garbe antritt. Der 38-jährige Wingels kennt den Großteil der Spieler noch aus seiner Trainertätigkeit im C-Jugendbereich des SK Prüm.

 Auch die Tatsache, dass es nach Abschluss der Saison 2019/2020 zu einer Fusion der beiden Verbandsligen Ost und West kommt, hat eine entscheidende Rolle in den Überlegungen der Spieler und Verantwortlichen gespielt. Angesichts der künftigen eingleisigen Verbandsliga hätte die HSG in der kommenden Saison der West-Staffel einen oberen Platz belegen müssen, um auch danach Handball auf Verbandsliganiveau bieten zu können und nicht in die Landesliga durchgereicht zu werden.

Seit gut einem Monat befinden sich die Eifeler in der Vorbereitung. Zwei A-Jugendliche des eigenen Vereins sollen im Seniorenbereich erste Erfahrungen sammeln. Zunächst standen Ausdauer, Kondition und Athletik auf dem Trainingsplan der Eifeler, die mit Oliver Görtz dafür einen Athletiktrainer verpflichtet haben.

 Verlassen haben den Verein Torhüter Michael Schmitz (beruflich nach Bonn), Jürgen Wingels (Karriereende aufgrund Verletzung), Niklas Hoffmann (Pause, ist aber im Stand-by-Modus) und Tim Lemmen (beruflich nach Hürth).

Als Testspielgegner hat Wingels fast ausschließlich Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen ausgesucht. So spielt die HSG Eifel in der Vorbereitung gegen den TV Rheinbach, die HSG Euskirchen, den HC Düren und BTB Aachen (Hin- und Rückspiel). Hinzu kommen zwei Partien gegen die HSG Wittlich.

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