| 16:29 Uhr

Regionaler Handball
TV Bitburg: Angriff aus der zweiten Reihe

Aus dem Hintergrund müsste Enders werfen ... Bitburgs Florian Enders steuerte beim Sieg in Mertesdorf elf Treffer bei.
Aus dem Hintergrund müsste Enders werfen ... Bitburgs Florian Enders steuerte beim Sieg in Mertesdorf elf Treffer bei. FOTO: Sebastian J. Schwarz / sjs / Sebastian J. Schwarz
Bitburg. Im Meisterschaftsrennen der Rheinlandliga gibt sich Bitburg trotz zwischenzeitlich drei Niederlagen am Stück noch nicht auf. Vor Weihnachten geht’s aber erst mal um den Verbandspokal. Von Mirko Blahak
Mirko Blahak

Bei dieser Frage muss Sven Lauer, Trainer des Handball-Rheinlandligisten TV Bitburg, länger überlegen. Was ist wahrscheinlicher: Dass Deutschland im Januar Handball-Weltmeister wird oder Bitburg doch noch den Wiederaufstieg in die Oberliga schafft? Nach einiger Bedenkzeit legt sich Lauer fest: Eher packt’s der TVB!

Allerdings weiß auch der Coach, dass es sein Team nicht mehr in der eigenen Hand hat. Als Zweiter haben die Eifeler vier Minuspunkte mehr auf dem Konto als Spitzenreiter Gösenroth. Bitburg ist auf Ausrutscher der Hunsrücker angewiesen.

Immerhin: Nach drei Niederlagen am Stück ist Bitburg mit einem Sieg im Tor-Spektakel bei der HSG Mertesdorf/Ruwertal wieder zurück in der Erfolgsspur (siehe Extra). „Der Sieg war für die Moral wichtig – und dafür, im Meisterschaftsrennen zu bleiben“, sagt Lauer, der erstmals wieder auf einen fast kompletten Kader zurückgreifen konnte. Wichtige Spieler sind zurück und geben dem Team Halt. Beispielhaft nennt Lauer zwei Akteure: „Kapitän Alex Sonnen hat die Spieler in Mertesdorf richtig heiß gemacht. Und mit Mathias Hertz steht uns unserer Top-Torschütze wieder zur Verfügung.“ Vor der Weihnachtspause, die  diesmal länger als gewöhnlich bis Ende Januar dauert, steht noch das Heimspiel gegen Daun am kommenden Samstag sowie die Teilnahme am Pokal-Finalturnier des Handballverbands Rheinland am 22. Dezember in Andernach an. „Wir wollen den Pokal gewinnen, doch mit Mülheim ist ein guter Oberligist dabei. Und unser Ligakonkurrent Rhein-Nette genießt den Heimvorteil“, blickt Lauer voraus. Komplettiert wird das Viererfeld durch den SV Urmitz.

Im neuen Jahr geht dann die Aufholjagd in der Rheinlandliga weiter. Lauers Ansage ist eindeutig: „Wir müssen alle Spiele gewinnen. Bei einer weiteren Niederlage wäre das Aufstiegs-Thema wohl vorbei.“