Jan Thielmann (Föhren) blickt auf ein aufregendes Jahr beim 1. FC Köln zurück

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball : Föhrener Jan Thielmann spricht über Bundesliga-Debüt: „Es war ein Gefühlschaos“

Der 17-Jährige aus Föhren absolviert gerade sein erstes Profi-Trainingslager mit dem 1. FC Köln im spanischen Benidorm. Hinter dem Nachwuchsspieler liegt sein bisher aufregendstes Jahr. Mit dem TV hat der Offensivakteur über seine ersten Schritte in der Bundesliga und die Zukunft gesprochen.

Das Jahr 2019 wird Jan Thielmann nicht mehr vergessen. Im Sommer wurde der Fußballer mit der U 17 des 1. FC Köln Deutscher Meister. Und mit gerade einmal 17 Jahren folgte für den gebürtigen Föhrener im Dezember das Profi-Debüt in der Bundesliga – er war der erste Spieler des Jahrgangs 2002, der in der ersten Liga zum Einsatz kam (der TV berichtete). Mittlerweile stand Thielmann in drei Bundesligaspielen in der Startelf.

„2019 war sehr aufregend. Ich habe gedacht, dass man den U-17-Titel nicht mehr toppen kann. Aber die drei Spiele bei den Profis waren dann doch noch mal etwas größer“, sagt der ehemalige Spieler von Eintracht Trier und der JSG Hetzerath/Föhren/Bekond, den der TV im Trainingslager des FC in Benidorm traf. Noch bis 11. Januar weilt der Offensivspieler mit den Rheinländern im Trainingslager in der spanischen Küstenstadt und bereitet sich dort mit seinen Teamkollegen auf die Rückrunde vor.

Die Einladung für das Profi-Trainingslager kam nach Thielmanns Debüt in der Bundesliga kaum noch überraschend, sondern ist vielmehr die Bestätigung seiner guten Leistungen.

Dass Thielmann, der 2017 noch für die C-Junioren der Eintracht auflief, nun ein Bundesliga-Spieler ist, ist auch in seiner Heimat nicht verborgen geblieben. „Es haben sich viele alte Freunde und auch Trainer aus Trier gemeldet. Alle waren sehr froh und stolz. Das war schön zu sehen“, berichtet der Angreifer am Rande des Trainingslagers.

Auf Thielmann ist in den vergangenen vier Wochen einiges eingeprasselt. Dennoch scheint der 17-Jährige die aufregenden Geschehnisse inzwischen realisiert zu haben: „Die Pause hat mir gut getan, um noch mal abzuschalten und mich aus dem Ganzen zurückzuziehen. Ich denke, ich habe es gut verarbeitet.“ Trotzdem kam das plötzliche Bundesliga-Debüt im Spiel gegen Bayer Leverkusen am 14. Dezember auch für ihn überraschend. „Dass ich im Kader stand, war schon ein großes Lob für mich. Als ich dann erfahren habe, dass ich tatsächlich spiele, war es ein Gefühlschaos. Mir ist wirklich viel durch den Kopf gegangen.“ Thielmann erfuhr erst kurz vor der offiziellen Bekanntgabe der Aufstellung von seinem Einsatz. Für den Spieler ein Vorteil: „Dadurch, dass die Zeit zwischen der Info und dem Anpfiff relativ kurz war, ging die Aufregung eigentlich recht schnell vorbei.“

Thielmann spielte beim 2:0-Erfolg des FC gegen die Werkself 59 Minuten. Im darauffolgenden Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt stand der Rechtsaußen dann gleich wieder in der Startelf. Mit der Nervosität sei es da noch nicht wirklich besser gewesen, berichtet der Spieler. „Dadurch, dass es auswärts war, kennt man die Abläufe natürlich noch nicht so. In meinem dritten Spiel gegen Werder Bremen war es dann wesentlich besser.“ Auch dort stand Thielmann wieder in der ersten Elf und absolvierte fast die gesamte Partie.

Trotz seiner Einsätze schraubt er seine Erwartungshaltung für die Rückrunde erst mal runter. Mit der U 19 könnte Thielmann noch Deutscher Meister werden und seinen Erfolg aus der vergangenen Saison mit der U 17 wiederholen. Aktuell stehen die A-Junioren in der Bundesliga Staffel West auf dem ersten Platz. „Ich hoffe, dass ich spielen werde. Egal wo“, sagt Thielmann. Wichtig sei ihm vor allem, sich fußballerisch und menschlich weiterzuentwickeln und gesund zu bleiben.

Jan Thielmann (Mitte). Foto: -/Marc L. Merten

Was sich bei Eintracht Trier tut, verfolgt der Wahl-Kölner nach wie vor: „Ich habe noch einige gute Kollegen in verschiedenen Mannschaften. Da schaue ich mir immer auch mal ein paar Spiele an, wenn ich kann.“