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Jetzt geht’s für Skiläufer Jan Stölben gegen Olympia-Medaillengewinner

Skilanglauf : Jetzt geht’s gegen Olympia-Medaillengewinner

Skilangläufer Jan Stölben aus Manderscheid in der Eifel wird direkt in seinem ersten U-23-Jahr für die Weltmeisterschaft in Norwegen nominiert und startet am Fastnachtssamstag (26.2.) im Sprint.

Jan Stölben hat das erreicht, was er sich für die Skilanglauf-Saison 2021/22 vorgenommen hat: „Der Weltcup-Start in Dresden und der Nominierung zur WM waren die zwei wichtigsten Ziele“, erklärt der 20-Jährige aus Manderscheid, der mittlerweile am Bundesstützpunkt in Oberstdorf trainiert. Damit ist Stölben durchgestartet: Vor einem Jahr feierte er als Zehnter im Sprint sein internationales Debüt bei der U-20-Weltmeisterschaft. Jetzt geht es bei den Unter-23-Jährigen im norwegischen Lygna, rund 60 Kilometer nördlich von Oslo, nahtlos weiter. Der Manderscheider ist einer von nur vier deutschen U-23-Junioren.

„Die U 23 ist definitiv noch einmal ein anderes Kaliber“, sagt Stölben. Weil der Sprint, seine Spezialdisziplin, als vorletzter Weltmeisterschaftswettbewerb am Fastnachtssamstag (26.2.) ausgetragen wird, verzichtet er voraussichtlich auf das zwei Tage vorher angesetzte 15-Kilometer-Distanzrennen, um Kräfte zu sparen. „Wir haben einen untypischen Wettkampfablauf. Es macht keinen Sinn, sich vor dem Sprint noch zu verausgaben“, erklärt Stölben. Gegebenenfalls erhalte er als einer der Jüngsten im deutschen U-23-Team noch die Chance sonntags (27.2.) in der Mixed-Staffel. „Da sind die Plätze aber sehr rar“, so Stölben.

Bei seinem internationalen U-23-Debüt peilt der ehemalige Schüler des Dauner Geschwister-Scholl-Gymnasiums und SLV-Ernstberg-Vereinsmitglied eine Platzierung unter den besten 20 an. „Das wäre ganz gut. Gegen die Schweden und Co bin ich noch nie gelaufen“, sagt Stölben. Außerdem könne es sein, dass einige der in Lygna vertretenen 38 Nationen ihre junge Olympioniken direkt aus Peking nach Norwegen schicken. So zum Beispiel der Olympia-Bronzemedaillengewinner im Teamsprint Alexander Terentjew aus Russland.

Seit vergangenen Donnerstag ist das Team des Deutschen Ski-Verbands in Norwegen. Seine Nominierung hat sich Stölben außer durch die Qualifikation zum Weltcup in Dresden vor allem nach den einstelligen Platzierungen in den Sprint-Wettbewerben des Alpen-Cups verdient. Überzeugen konnte er vor allem im Kampf gegen die Uhr, im Prolog. Den Ausschlag für sein WM-Ticket habe wohl sein achter Platz Anfang Februar im slowenischen Planica gegeben, glaubt der für den SK Wunderthausen (Sauerland) starteten Stölben.

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