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Jonas Ertz aus Morscheid ist in der nationalen Rallye-Szene ein Talent

Rallye : Jonas Ertz: Neue Saison, neue Partnerin

Auf den Spuren des Vaters: Der Morscheider Jonas Ertz ist in der nationalen Rallye-Szene ein großes Talent.

Mit ambitionierten Zielen geht der junge Motorsportler Jonas Ertz aus Morscheid-Riedenburg in diesem Jahr in seine zweite volle Saison in der nationalen Rallye-Szene. Der 20-Jährige ist eine der größten nationalen Nachwuchs-Hoffnungen. „Erblich vorbelastet“ durch seinen Vater Oliver, ein bekannter Rallye-Fahrer aus der Region, machte das Talent in der Saison 2019 auf nationaler und regionaler Ebene auf sich aufmerksam.

Gemeinsam mit dem Motorsport-Promoter Klaus Osterhaus, dessen Unternehmen Katalysatoren und Abgasanlagen für Motorsport und Tuning entwickelt, hatte der Deutsche Motorsportbund (DMSB) im vergangenen  Jahr den Deutschen Rallyecup – eine Nachwuchsserie – ins Leben gerufen. Dort sollen Talente auf Wertungsprüfungen, aber auch in Nachwuchs-Sichtungen gezielt an die Anforderungen im Rallyesport herangeführt und ausgebildet werden. In insgesamt acht  Läufen gab es ein Förderpaket in Höhe von 50 000 Euro und ein R2-Rallyefahrzeug für die Saison 2020 in der Deutschen Rallyemeisterschaft (DRM) zu gewinnen.

„Bei der Essen Motor Show im November wurde der Gesamtsieger, den eine Jury ermittelt hatte, bekannt gegeben. Zuerst war meine Enttäuschung doch ziemlich groß, dass ich den Fördertopf und den R2 für die Deutsche Rallyemeisterschaft nur ganz knapp als Zweitplatzierter verpasst hatte. Aber dann überwog doch der Stolz auf eine insgesamt gelungene erste Saison“, berichtet Jonas Ertz.

Fünf Klassensiege, dazu  ein Podiumsplatz bei jeder Rallye, in der er in dieser Nachwuchs-Serie antrat, unterstreichen sein Talent.  Zusammen mit seiner erfahrenen Co-Pilotin Nina Blumreich (Nürnberg) sammelte er von Rallye zu Rallye wertvolle Erfahrungen und entwickelte sich weiter.  Sein Können bewies  Ertz junior außerdem noch in einigen ausgesuchten Läufen zur saarländischen Rallyemeisterschaft. Dort wurde er 2019 Dritter im Gesamtklassement und  belegte Rang zwei in der Juniorwertung.

„Die Rallye-Scouts vom DMSB haben mir in Essen empfohlen, auch in diesem Jahr wieder am Rallyecup teilzunehmen, um mich weiterzuentwickeln. Das werde ich auch tun“, sagt Ertz. Anstelle des bisherigen BMW 316i wird er in dieser Saison mit dem leistungsstärkeren 328i seines Vaters im Cup an den Start gehen, um eventuell beim zweiten Versuch an den Fördertopf  und den R2 für die Saison 2021 in der Deutschen Rallyemeisterschaft zu kommen.

Der Nachwuchs-Rallyecup ist auch in dieser Saison in zwei Regionen (Nord und Süd) unterteilt. Insgesamt stehen wieder acht Rallys (sieben in jeder Region und ein gemeinsamer Endlauf) auf dem Programm. Erste Bewährungsprobe mit seiner neuen Beifahrerin Julia Klein, mit der er bereits im vergangenen Jahr einen Cup-Lauf bestritten hat, wird die ADAC Rallye Kempenich am 8. März sein. Lauf Nummer zwei wird dann mit der traditionellen Zerfer Osterrallye (11. April) gleich sein erstes „Heimspiel“ in der neuen Saison werden.

Inzwischen hat Jonas Ertz seine berufliche Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei begonnen, wo er mit Marijan Griebel einen höchst erfolgreichen „Kollegen“ um Rat fragen und um Tipps bitten kann.