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Jugend-Fußball: Die erfolgreiche und anstrengende Saison des FC Trier

Jugend-Fußball : Die erfolgreiche und anstrengende Saison des FC Trier

Der 2016 aus der Taufe gehobene Club spielt mit seiner C-Jugend in der nächsten Saison in der Regionalliga. Dort kommt es zum Start in die neue Spielzeit gleich zu einem Kracher.

Ob gewollt oder nicht: Die Ersteller des Spielplans für die neue Saison in der C-Junioren-Fußball-Regionalliga Südwest setzen am ersten Spieltag direkt mal eine Pointe. FC Trier gegen Eintracht Trier – zum Start Anfang September trifft der Aufsteiger des noch immer jungen FC auf den Platzhirsch von der Eintracht. Ein spannendes Duell der beiden einzigen Vertreter aus der Region – mit reichlich Würze. Wobei Damian Stoklosa aus der Führungsriege des FC die Partie gar nicht so hoch hängen mag: „Im Zuge unserer Kooperation ist es natürlich ein toller Auftakt, und dennoch bleibt es ein normales Jugendspiel auf einem großartigen Niveau, worauf wir uns sehr freuen.“

Nicht normal ist, wie der FC mit seiner C-Jugend durch die zurückliegende Rheinlandliga-Saison gesaust ist. Mit zehn Punkten Vorsprung und fast doppelt so viel erzielten Treffern wie die besten Konkurrenten (Torverhältnis 110:12) hat sich die von Christian Esch und Stoklosa federführend gecoachte U 15 die Meisterschaft und den Aufstieg erspielt. „Natürlich ist im Jugendbereich die Entwicklung der Spieler vorrangig, allerdings musste dieser 2007er-Jahrgang seit der D-Jugend immer auch sportlich erfolgreich sein, um den nachfolgenden Teams die Spielklassen zu erspielen. Diesen Spagat, immer liefern zu müssen und sich weiterzuentwickeln, haben die Jungs sensationell gemeistert. Wir haben riesengroßen Respekt für diese Leistung“, sagt Stoklosa.

Angesichts der gezeigten Leistungen im Rheinland registrieren die FC-Verantwortlichen mit Verwunderung, dass aktuell kein Spieler für die Rheinlandauswahl nominiert worden ist.

Den Platz in der Regionalliga nimmt in der nächsten Saison nun die bisherige U 14 des FC ein, die von Markus Schottes und Kilian Henrichs trainiert wird. Stoklosa: „Die Herausforderung in der Regionalliga wird für das Team riesengroß, aber es gibt nichts Schöneres, als sich mit den Besten zu messen.“

 Bezirksligameister FC Trier
Bezirksligameister FC Trier Foto: privat

Der 2016 aus der Taufe gehobene FC Trier stellt Mannschaften bis einschließlich der C-Jugend. Die Meister-U-15 wird nun in der U 16 von Eintracht Trier aufgehen – das ist das Ergebnis der zu Jahresbeginn begonnenen Kooperation beider Vereine. Stoklosa: „Alle unseren bisherigen U-15-Spieler haben die Chance, sich in der U 16 der Eintracht weiterzuentwickeln und durchzusetzen. Aus zwei qualitativ sehr hochwertigen Kadern wird nun eine Mannschaft.“ Eine spannende Herausforderung, vor allem für Trainer Christian Esch, der beide Mannschaften sehr gut kennt, weil er seit Januar beide Teams parallel betreut hatte.

Neben dem Aufstieg der U 15 verbuchte der FC Trier weitere Erfolge in der Spielzeit 2021/22: Die U 14 von Schottes und Luca Heintel wurde mit einem jüngeren Jahrgang als die gesamte Konkurrenz Bezirksliga-Staffelmeister (Torverhältnis 169:10) – verbunden ist der Aufstieg in die Rheinlandliga. Die U 13, gecoacht von Niki Wagner (ab 1. Juli hauptamtlicher Jugendkoordinator bei der Eintracht) und Max Herres, wurde Rheinlandliga-Meister und Rheinlandpokalsieger. „Wir haben neben der individuellen Entwicklung alle sportlichen Saisonziele erreicht. Es war eine tolle, aber auch anstrengende Saison“, stellt Stoklosa zufrieden fest.

Jugend-Fußball:  Die erfolgreiche und anstrengende Saison des FC Trier
Foto: privat

In einem internationalen Rahmen ließ der FC kürzlich die Saison ausklingen. Die U 15 – ergänzt um Akteure der U 14, die auch während der Saison ausgeholfen und ihren Teil zur U15-Meisterschaft beigetragen haben – präsentierte sich beim sogenannten Cordial Cup in Tirol. Qualifiziert für das Jugendturnier, an dem insgesamt 47 Mannschaften teilnahmen, hatte sich der FC bei einem Turnier im Herbst des vergangenen Jahres. Zu dem Starterfeld zählten unter anderem RB Salzburg (die Österreicher gewannen den Cup), Bayern München, Mainz 05, der VfB Stuttgart und die Grashoppers Zürich.