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Kommentar: Kinder- und Jugend-Sport in Corona-Zeiten - Ein wenig Bewegung muss sein

Kommentar : Ein wenig Bewegung muss sein

Auf den ersten Blick hat die im Folgenden skizzierte Entscheidung nichts mit dem Thema Kinder- und Jugendsport in Corona-Zeiten zu tun. Das Beispiel zeigt aber: So richtig argumentativ unterfüttert sind manche Entscheidungen der Politik im Kampf gegen das Corona-Virus nicht.

Was gestern galt, muss morgen schon nicht mehr geboten sein. Und umgekehrt.

Bis einschließlich der zwölften Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz fielen die Fußball-Regionalligisten unter den Amateursport – verbunden mit entsprechenden Verboten für den Trainingsbetrieb. Mit der aktuellen 13. Verordnung aber wurden sie in den Rang des Profisports gehievt – verbunden mit der Möglichkeit, damit sogar den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, was am kommenden Wochenende zumindest Stand gestern auch der Fall sein wird.

Ohne Zweifel: In der Haut von Politikern möchte wohl kaum einer zurzeit stecken. Welche Maßnahmen sind zur notwendigen raschen Eindämmung der Pandemie richtig und erfolgversprechend? Und welche falsch? Eine Garantie kann keiner geben. Umso schwerer ist es, das richtige Maß zu finden.

So ist es zunächst auch ein Widerspruch, dass Schulsport grundsätzlich derzeit weiterhin erlaubt ist, der Sport im Verein aber zum Erliegen gekommen ist.

Klar ist: Angesichts des aktuellen Winterwetters und der Pandemie-Lage ist regulärer Sportunterricht derzeit genauso abwegig wie ein weitgehend normales Vereinstrainingsangebot.

Umso wichtiger ist eins: Sobald Licht am Ende des Tunnels ist, sollte den Sportvereinen zugestanden werden, wieder corona-konforme Angebote unterbreiten zu dürfen. Wenigstens ein bisschen Bewegungstherapie unter Einhaltung bereits erprobter Hygienevorschriften muss sein. An kreativen Ideen dürfte es nicht mangeln.

m.blahak@volksfreund.de