Luxoil Open: TC Trier stärkt „Event- und Gastronomiebereich“

Luxoil Open in Trier : Mehr als nur Spiel, Satz und Sieg

Die Macher des Herren-Tennisturniers vom 12. bis 17. August auf der Anlage des TC Trier erhoffen sich mit der Stärkung des „Event- und Gastronomiebereichs“ mehr Zuschauer.

Bei größeren Tennisturnieren geht es um mehr als Spiel, Satz und Sieg. Der Sport spielt eine Rolle, aber nicht die einzige. Essen, trinken, Freunde treffen, Netzwerke pflegen und aufbauen. Unterm Strich: Sehen und gesehen werden. Das ist bei den Grand-Slam-Turnieren der Fall. Oder auch beim deutschen Top-Turnier im westfälischen Halle.

Auch bei den Luxoil Open vom 12. bis 17. August auf der Tennisanlage des TC Trier soll der „Event- und Gastronomiebereich“ (TCT-Präsident Alexander Jelen) ausgeweitet werden. „Damit wollen wir die Zuschauerfrequenz massiv steigern und dafür sorgen, dass die Besucher länger auf der Anlage verweilen“, sagt der ältere Bruder des früheren Ex-Profis und Davis-Cup-Siegers Eric Jelen.

Zuletzt kamen zu dem mit 15 000 US-Dollar dotierten Herren-Turnier der ITF World Tour, bei dem nur am Finaltag ein Eintritt erhoben wird, nach Schätzung von Turnierdirektor Markus Grundhöfer insgesamt rund 1500 Zuschauer. „Unser Wunsch ist, die Zahl der Besucher während der Turnierwoche auf etwa 3000 verdoppeln zu können“, sagen er und Jelen.

Indem auf dem Parkplatz neben der Anlage ein Festzelt aufgebaut wird, an dem an allen Tagen von morgens bis abends Speisen und Getränke angeboten werden, und mit der für alle Besucher offenen Player’s Night am 16. August (20 Uhr), bei der das Akustik-Trio ,Unplugged Gang‘ auftritt, sollen neue Personengruppen zu dem Tennisturnier gelockt werden.

„Wir sind gespannt, wie das ankommt. Bei einem Grand-Prix-Turnier im Dressursport haben wir Vergleichbares auch schon mal gemacht. Das wurde gut angenommen“, sagt Peter Jan Schlüschen, Chef des Titelsponsors Luxoil.

Welche Spieler in Trier aufschlagen werden, steht derweil noch nicht fest. Am kommenden Montag wird eine Liste, die der Tennis-Weltverband ITF veröffentlicht, erste Aufschlüsse geben. Auf ihr stehen laut Grundhöfer die ersten 20 direkt qualifizierten Akteure für das 32-köpfige Starterfeld im Einzel.

Das Turnier in Trier wird zum 33. Mal ausgetragen. In der Vergangenheit haben schon einige Talente an der Mosel teilgenommen, die später in aller Munde waren. Grigor Dimitrov (Trier-Sieger 2010), Maximilian Marterer (Sieger 2016) oder Kevin Krawietz, der jüngst mit Andreas Mies French-Open-Sieger im Doppel wurde, sind nur drei Beispiele.

Entgegen der ursprünglichen Regelung werden beim Turnier in Trier doch auch Punkte für die Weltrangliste der männlichen Profi-Vereinigung ATP zu ergattern sein. Die vergebenen ITF-Zähler werden dazu in ATP-Punkte umgerechnet, erläuterte Grundhöfer, der vor dem Turnierstart auch noch einen Joker ziehen kann. Der TC Trier darf eine Wildcard vergeben – dank ihr hatte der Turnierdirektor 2010 Dimitrov, damals gecoacht vom jüngst verstorbenen Ex-Profi Peter McNamara, nach Trier gelotst. Grundhöfer: „Bislang haben sich ein Schwede und ein Italiener auf die Wildcard beworben. Aber ich lasse mir Zeit. Ich schätze, dass sich mehr als 20 Spieler melden werden.“

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