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Mehring: Fußballpromis spielen gut 50 000 Euro ein

Benefizfußball : Fußballpromis spielen gut 50 000 Euro ein

Seitdem die mit früheren Fußballgrößen gespickte Lotto-Elf durchs Land tourt, gab es das noch nie: Beim Benefizspiel in Mehring fiel der 14 Jahre währende Spendenrekord. 52 500 Euro kamen rund um das Aufeinandertreffen mit den Kickern gegen Krebs zusammen.

Angesichts der stolzen Summe, die zustande kam, konnten die aus früheren regionalen Fußball-Assen bestehenden Kicker gegen Krebs auch die hohe 1:9 (1:3)-Niederlage gegen die vom 1980er Europameister Hans-Peter Briegel trainierte Lotto-Elf locker wegstecken. Immerhin gelang Uwe Heinsdorf vor 500 Zuschauern auf der Mehringer Lay der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer.

Die durch Spenden, Sponsoring, den Verzehr vor Ort und Eintrittsgelder erzielten 52 500 Euro gehen je zu einem Drittel an die Flutopfer in Kordel an der Kyll, Dernau an der Ahr und das Beratungszentrum Trier der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, für das die Kicker gegen Krebs mit Initiator Heinsdorf seit zehn Jahren an den Start gehen.

Der frühere Regionalligaspieler des FSV Salmrohr zollte im Nachgang besonders einem großes Lob: „Was Daniel Weber in Sachen Organisation über Wochen hinweg geleistet hat, war einmalig. Er war unheimlich engagiert. Ihm gebührt ein riesengroßes Dankeschön.“ Eigentlich sollte Weber selbst auch noch ein paar Minuten bei den Kicker gegen Krebs mitwirken. „Doch schon beim Warmmachen hatte ich Wadenkrämpfe“, sagte der Mehringer mit einem Augenzwinkern.

So sah er einstigen Nationalspieler wie Stephan Engels und Dariusz Wosz von außen zu. Auch der als Euro-Eddy bekanntgewordene Südeifeler Edgar Schmitt wirkte noch ein paar Minuten mit – und kam gemeinsam mit dem verletzten 1990er Weltmeister Guido Buchwald zur offiziellen Scheckübergabe in der Halbzeitpause, an der unter anderem auch die Mehringer Ortsbürgermeisterin Jennifer Schlag teilnahm. Emotionen fehlten nicht im Spiel der Fußball-Oldies. Doch der erst 15-jährige Nachwuchsschiedsrichter Sören Speckter hatte die Partie im Griff.

Gut möglich übrigens, dass noch gleich einige Tausend Euro an Spendengeldern hinzukommen: Die Online-Auktionen der von allen Mannschaftsmitgliedern unterschriebenen Trikots von FC-Chelsea-Star Kai Havertz, Kylian Mbappé (Paris St.- Germain) und Jan Thielmann vom 1. FC Köln auf der Plattform United Charity dauern schließlich noch an. „Es kamen am Mittwoch eigens Leute aus Luxemburg nach Mehring und wollten für ein Trikot 2500 Euro hinblättern. Ich konnte ihnen aber leider nicht weiterhelfen und sie nur an die Möglichkeit verweisen, im Internet mitzubieten“, berichtet Weber.

Die Flutopfer an Kyll und Ahr und die Krebsgesellschaft würden sich bestimmt freuen, wenn auf virtuellem Wege noch ein paar Tausender mehr zusammenkämen.