Meike Frank (HSG Hunsrück) steht in der Auswahl zum Tor des Monats

Handball : Tor des Monats: Große Ehre für Meike Frank von der HSG Hunsrück

Ein Treffer der 26-jährigen Außenspielerin steht beim Voting der Handball-Bundesliga zur Abstimmung - und liegt in Führung.

Wer es in die Auswahl zum (Fußball-)Tor des Monats der ARD-Sportschau schafft, darf zu Recht stolz sein. Nicht minder groß ist die Auszeichung, es bei der von der Handball-Bundesliga (HBL) organisierten Abstimmung zum Handball-Tor des Monats in die Endauswahl zu kommen. Dabei werden jeden Monat sechs  spektakuläre Tore zur Wahl gestellt – egal, ob sie in der Bundesliga oder Kreisklasse erzielt wurden.

Beim Voting für den Dezember 2019 hat es mit Meike Frank eine Spielerin des Oberligisten HSG Hunsrück in den illustren Kreis geschafft. Sie ist die einzige Frau im Feld der sechs Nominierten – und reiht sich ein in die Riege prominenter Spieler wie Ex-Weltmeister Dominik Klein oder Bundesliga-Profi Ivan Martinovic (TSV Hannover-Burgdorf).

Meike Frank – allein unter Männern. „Es ist eine tolle Erfahrung für mich, in der Endauswahl zu stehen. Ich bin überrascht, dass es soweit gekommen ist“, sagt die 26-Jährige aus Longkamp.

In der Kleinicher Hirtenfeldhalle hatte Frank jüngst ihren großen Auftritt. Nach gelungenem Zuspiel von Viktoria Hoemann traf sie nach schöner Flugeinlage von links außen per Kempa-Trick.

Foto: HSG Hunsrück

Mitspielerin Ann Katrin Molz, gleichzeitig die Social-Media-Beauftrage bei der HSG, hatte ein Video des Treffers für die Wahl der HBL eingesandt. Und jetzt steht das Tor zur Abstimmung, die bis zum 24. Januar, 10 Uhr, über die Bundesliga-Internetseite (www.liquimoly-hbl.de) läuft.

Hier geht’s zu den Videos aller Tore und zur Abstimmung.

„Das ist eine schöne Sache. Das haben sich die Mädels verdient. Vielleicht gibt die Nominierung nochmal einen Push für unser erstes Oberliga-Spiel in diesem Jahr am Samstag bei der VTV Mundenheim“, sagt HSG-Trainerin Franziska Garcia-Almendaris. Sie verrät, dass der Treffer nicht von ganz ungefähr kommt: „Wir versuchen, sowohl im Training als auch in den Spielen den Kempa-Trick einzubauen.“ Bei der nach dem Handballer Bernhard Kempa benannten Variante wird der Ball auf einen in Richtung Tor springenden Spieler gepasst, der ihn in der Luft fängt und auf das Tor wirft, bevor er wieder den Boden berührt.

In dieser Art erfolgreich zu sein, ist eine hohe Kunst. Das dürfte ein Grund sein, warum Franks Treffer – Stand gestern Nachmittag – im Voting deutlich vorne liegt. Mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen entfallen bis dato auf das Tor der HSG-Spielerin. Weitere Gründe dürften sein, dass Frank die einzige Frau aus dem Amateur-Bereich im Feld ist – und dass die HSG über die sozialen Netzwerke eifrig Aufmerksamkeit für die Wahl erzeugt. Garcia-Almendaris: „Die Mädels pushen die Wahl fleißig über Facebook, Instagram und Whatsapp.“

Entsprechend hohe Wellen schlägt die Abstimmung. „Ich bin von den Rückmeldungen beeindruckt. Es ist schön zu sehen, wie groß die Unterstützung ist. Das hätte ich nicht gedacht. Der Zusammenhalt im hiesigen Amateur-Handball ist groß“, sagt Frank. Doch gewonnen ist noch nichts. Deshalb wird die HSG Hunsrück bis zum Abstimmungsende am 24. Januar weiter mächtig die Werbetrommel rühren.