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Interview Timon Kunze
Mit Oma fing alles an

Timon Kunze (19) aus Lübeck gehört zu den bekannten Scooter-Fahrern in Deutschland. Interessierte können ihm bei Instagram folgen 
(instagram.com/
timonkunze10).
Timon Kunze (19) aus Lübeck gehört zu den bekannten Scooter-Fahrern in Deutschland. Interessierte können ihm bei Instagram folgen (instagram.com/ timonkunze10). FOTO: TV / Mirko Blahak
Herr Kunze, wie würden Sie sich bezeichnen: Sind Sie Stuntscooter-Profi?

Kunze: Ich fahre seit mehreren Jahren für mehrere Firmen, bin um die Welt gereist und habe sehr viel  Wettbewerbserfahrung. Ich würde mich schon als Scooter-Profi bezeichnen.

Wie sind Sie zu dem Sport gekommen?

Kunze: Als Kind bin ich mit meiner Oma immer zum Skate-Park gegangen, damals noch mit dem BMX-Rad, da es noch keine Stuntscooter gab. Dann habe ich mal auf dem Sperrmüll einen Cityroller gefunden und dachte mir – ey, der bringt doch auch Spaß. Mit ihm habe ich die ersten Tricks einstudiert, ehe ich im Internet mal das erste Video von Dakota Schuetz (einer der besten Scooter-Fahrer der Welt, Anm. d. Red.) sah. Dann haben meine Freunde und ich mit dem Scooter angefangen.

Wie entwickelt sich der Sport?

Kunze: Er ist groß im Kommen. In den Skateparks nimmt der Anteil der Scooter-Fahrer enorm zu. Die jüngeren Fahrer entwickeln einen großen Ehrgeiz. Sie wollen sehr viel in kurzer Zeit lernen, um das Top-Level der Profis – ihrer Vorbilder – zu erreichen.

Wie viele Tricks gibt es?

Kunze: Das kann man nicht genau sagen, weil immer neue Tricks erfunden werden.

Mit dem Sport lässt sich Geld verdienen?

Kunze: Ja, eindeutig.

Durch das Sponsoring?

Kunze: Ja. Und durch Aufträge und über Wettbewerbe.

Welche Preisgelder werden denn ausgelobt? Bei der inoffiziellen EM im Vorjahr gab es 2000 Euro abzustauben.

Kunze: Es gibt noch mehr. Bei der WM gab es für eine Teildisziplin ein Preisgeld von 3600 Euro. Und es wird noch mehr.

Wie sieht’s mit Trainingsmöglichkeiten aus?

Kunze: Viele Kinder schauen sich über Youtube-Videos an, wie Tricks funktionieren. Aber es gibt auch Kurse. Denn man kann sich nicht alles selber beibringen.

Wie lange wollen Sie den Sport betreiben?

Kunze: Noch sehr lange. Er ist meine Leidenschaft, für den ich hart gearbeitet habe. Das will man nicht so schnell aufgeben.

Interview: Mirko Blahak