Motorsport: Trierer Rösinger feiert außergewöhnliches Comeback

Seitenwagengespann : Trierer Rösinger feiert außergewöhnliches Comeback

Eigentlich hatte Eckart Rösinger nach 40 Jahren seine Laufbahn als Rennfahrer beendet. Nun feierte er aber eine vielbeachtete Rückkehr auf die Motorsportbühne.

Seit 1979 – erst als sehr erfolgreicher Gespann-Beifahrer und dann ab 2003 als Fahrer im Seitenwagengespann – reiste er zu den Rennstrecken rund um die Welt.  Eckart Rösinger fuhr auf vielen Strecken in Europa und sogar in den USA sowie in Neuseeland. Auch die berüchtigten Rennen auf der Isle of Man waren Stationen der langen Karriere.

2017 hörte er auf. Ganz ohne Motorsport geht es bei Rösinger aber doch nicht. Nun fuhr er auf der BEO, der Weltmeistermaschine von Rolf Biland aus der Schweiz, mehrere Rennen. Mit ihr hatte Biland 1979 den ersten seiner sieben Weltmeistertitel errungen.

„Das Fahrzeug hat eigentlich nichts mit einem herkömmlichen Seitenwagenmotorrad zu tun“, sagte Rösinger. „Zwei Schweizer Maschinenbaustudenten haben damals versucht, das perfekte Dreirad zu bauen. Das Seitenwagenrad wurde bis auf 30 Millimeter auf die Höhe des Hinterrades nach hinten verschoben, beide Räder sind starr angetrieben. Das Vorderrad wanderte gemäß dem damals bestehenden Reglement fast in die Mitte des Fahrzeugs. Der Motor sitzt mittig vor den beiden Hinterrädern.“

 Der Beifahrer, in diesem Fahrzeug zum Nichtstun verdammt, kauert in einem Go-Kart-Sitz, einzig der Fahrer hockt in der für Gespannfahrer typischen knienden Position auf der rechten Fahrzeugseite. „Das BEO war 40 Jahre in der Versenkung verschwunden. Irgendein klassisches BMW-Gespann ist nichts für mich. Das Außergewöhnliche an diesem Fahrzeug hat mich gereizt“, berichtete Rösinger. Mit dem Besitzer, dem Schweizer Franz Heini, sei er sich schnell einig gewesen: „Ich hatte völlige Freiheiten bei der Restaurierung des Fahrzeugs und allen Sicherheitsbelangen.“

Beim Sidecar-Revival in Cadwell Parc England, der Solitude bei Stuttgart, und dem Rupert-Hollaus- Rennen auf dem Red-Bull-Ring in Österreich: Überall war der Wirbel um das seit 40 Jahren nicht mehr gezeigte Fahrzeug groß.

Am Ende gab es in Österreich einen Sieg.  „Franz Heini fährt bei mir als Beifahrer mit und hat seinen Spaß an den Besonderheiten die uns dieses Fahrzeug bietet“, schwärmte Rösinger. 2020 wollen sie erneut bei drei Veranstaltungen an den Start gehen und wieder für Aufsehen sorgen.

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