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Nele Hartstein aus Konz präsentiert sich bei DFB-Perspektiv-Lehrgang

Nachwuchs-Fußball : Nele Hartstein aus Konz präsentiert sich bei DFB-Perspektiv-Lehrgang

Die 13-Jährige verdient sich bei den C-Junioren des FC Trier ihre Sporen – als einziges Mädchen. Doch auch im rein weiblichen Bereich macht sie auf sich aufmerksam. Der Lohn: die Teilnahme an einem U-15-Juniorinnen-Lehrgang des Deutschen Fußball-Bunds.

Die Nervosität war da, sie verflog aber nach dem Tag der Anreise recht schnell. In Bitburg durfte sich die 13-jährige Fußballerin Nele Hartstein erstmals bei einem U-15-Juniorinnen-Perspektiv-Lehrgang des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) präsentieren. An drei Tagen standen in der Sportschule fünf Trainingseinheiten an – geleitet von Ex-Nationalspielerin und U-15-Auswahltrainerin Bettina Wiegmann. Neben Hartstein waren 23 weitere Spielerinnen dabei – unter anderem aus renommierten Clubs wie dem  VfL Wolfsburg, RB Leipzig oder dem 1. FC Köln.

„Es war ein sehr schöner Lehrgang. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt. Das Niveau war sehr gut“, berichtet Hartstein, die sich im fußballerischen Alltag alleine unter Jungs tummelt. Die Verteidigerin spielt beim FC Trier – meist in der C-Junioren-Bezirksliga. „Es ist spannend, bei den Jungs zu spielen. Ich komme gut mit ihnen klar. Das Spiel bei ihnen ist temporeicher und körperbetonter. Ich kann da viel lernen“, sagt Hartstein.

Als sie knapp vier Jahre alt war, begann sie mit dem Fußballspielen – sie war zuerst beim FC Könen aktiv, dann bei der SG Könen/Wasserliesch/Oberbillig, ehe sie nach sieben Jahren zum FC Trier wechselte. In der Abwehr ist die Konzerin auf allen Positionen einsetzbar. Ihre Stärken und Schwächen? Zur Beurteilung muss Papa Stephan Hartstein, Trainer des Frauen-Regionalligisten TuS Issel, ran: „Nele ist zweikampfstark, schnell und hat eine gute Ballsicherheit im Spielaufbau. Schwächen sind noch bei Offensivaktionen im Torabschluss vorhanden.“

Bei einem Regionalturnier der weiblichen Rheinland-Auswahl in Edenkoben in den Herbstferien hatte sich Hartstein in den Fokus von Wiegmann gespielt, die dort die Partien beobachtet hat. „Vier Tage nach der Rückkehr habe ich die Nachricht bekommen, dass ich für den DFB-Lehrgang auf Abruf stehe. Ein paar Tage danach wurde mir dann mitgeteilt, dass ich nachnominiert worden bin. Ich war überglücklich“, berichtet Hartstein, die die achte Klasse am Max-Planck-Gymnasium in Trier besucht.

Beim DFB-Perspektiv-Lehrgang war Hartstein, deren Idol Wolfsburg-Spielerin Lena Oberdorf ist, eine der jüngsten Spielerinnen. Alsbald werden ihr Vereins- und Verbandstrainer darüber unterrichtet, wie sich Hartstein geschlagen hat. „Die Spannung ist schon so wie bei einer Zeugnisvergabe“, sagt Hart­stein, die im weiteren Verlauf ihrer Karriere „so hoch wie möglich“ spielen möchte. Sie würde sich freuen, auch zu kommenden DFB-Lehrgängen eingeladen zu werden: „Das wäre eine weitere super Motivation.“