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Nürburgring: Bitburger Alexander Köppen beim 24-Stunden-Rennen vor neuer Herausforderung.

Nürburgring : 24-Stunden-Rennen: Bitburger Köppen Teamchef statt Fahrer

Auf den Bitburger Alexander Köppen wartet beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring eine ganz neue Herausforderung.

Langstrecken-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings sind für Alexander Köppen nichts Ungewöhnliches mehr. Für Hyundai Motorsport griff der Bitburger unter anderem beim 24-Stunden-Rennen schon ins Lenkrad. Am Wochenende aber wartet auf den Bitburger Unternehmer eine Herausforderung der besonderen Art: Er ist zum ersten Mal sein eigener Teamchef.

Die Idee reifte schon länger, ab Februar dieses Jahres wurde sie dann in die Tat umgesetzt. Im Porsche Zentrum Bonn kaufte Köppen einen Porsche 718 GTS Cayman, den er in  seiner Firma Köppern Karosserie-Bau mit anderen Experten in nur vier Wochen komplett zerlegte und auf ein rennstreckentaugliches Fahrzeug umfunktionierte – für Einsätze in der Langstreckenmeisterschaft und beim 24-Stunden-Rennen. 

Mit einem Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Erk­rath fand Köppen zudem einen Hauptsponsor für das Projekt.

Bei der Zusammenstellung der Crew nutzte Köppen seine lange Langstrecken-Erfahrung und sein gutes Netzwerk: „Man kennt sich und weiß um die Qualitäten vieler Fahrer anderer Autos.“  Und es muss auch menschlich passen. Das gilt nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Mechaniker, für die Mannschaft im Hintergrund. Es wurden viele Boxenstopps simuliert und geübt sowie alle möglichen Szenarien durchgesprochen.

„Vor allem beim 24-Stunden-Rennnen, bei dem du dir die Box mit vielen anderen teilen musst, ist Teamwork auf kleinstem Raum extrem wichtig. Da darf kein Stress entstehen, wenn womöglich nachts auf einmal alle in der Box sind und reparieren“, sagt Köppen.

Beim 24-Stunden-Qualifikations-Rennen Ende Mai fuhr das Quartett Franco Arcidiacone, Alexander Köppen, Marco van Ramshorst und Alexander Müller den 365 PS starken Porsche.  Für Köppen wird jetzt der Hesse Axel Wiegner als vierter Mann im Cockpit Platz nehmen.

In der Klasse SP4T werden Köppen und seine Mannschaft am Wochenende antreten. Der Einsatz beim Quali-Rennen diente zunächst einmal dazu, Kilometer und Daten zu sammeln und auszuwerten. Am Samstag, wenn die 160 Fahrzeuge auf die Hatz zweimal rund um die Uhr geschickt werden, will der  Bitburger bestmöglich  gerüstet das Projekt mit dem eigenen Fahrzeug angehen.

Doch Köppen weiß aus Erfahrung: „Ein 24-Stunden-Rennen kannst du nie komplett durchplanen. Du musst für alles gerüstet sein.“