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Nürburgring: Der „Trucker“ ist zurück – aber ohne Camp und Korso

Motorsport : Der „Trucker“ ist zurück – aber ohne Camp und Korso

Das Europameisterschaftsrennen beim 35. Grand-Prix auf dem Nürburgring kann man live vor Ort und auf digitalen Kanälen erleben.

Seit dreieinhalb Jahrzehnten bekannt unter dem Kürzel „Trucker“, ist der Truck-Grand Prix des ADAC auf dem Nürburgring im wahrsten Sinne des Wortes ein Schwergewicht im jährlichen Veranstaltungskalender in der Eifel. Wie so viele andere Veranstaltungen im öffentlichen Raum, ist das „Festival der dicken Brummer“ aber auch von der Corona-Pandemie betroffen. Nachdem Rennen und die von Tausenden besuchten Konzerte mit Country-Music im vergangenen Jahr dem Virustreiben zum Opfer gefallen waren, gibt es am Wochenende zur 35. Wiederkehr eine sogenannte Hybrid-Veranstaltung.

Das ist eine Art „Trucker Light“. Will heißen:  Viele der bekannten jährlichen Angebote wie das Konzert in der Müllenbachschleife, das Trucker-Camp oder der riesige Korso –  ein lauter und bunter Lindwurm an liebevoll herausgeputzten und geschmückten Schwerlastfahrzeugen aller Art und aus aller Herren Länder – fallen entweder unter den Tisch oder werden durch digitale Angebote ersetzt. Nichts davon gibt es in diesem Jahr. Camp und Korso wurden auf 2022, so hoffen zumindest Veranstalter und Ausrichter, verschoben.

Tickets gibt es ausschließlich online unter www.nuerburgring.de/events. Dort sind der Zeitplan mit Training, Rennen der Fia Race Trucks und der IDM Superbike (siehe Artikel rechts) im Rahmenprogramm ebenso wie eine Anleitung zur Ticketbuchung nach dem derzeit geltenden Hygienekonzept als PDF hinterlegt. Die Buchung eines Tickets ist nur für Geimpfte, Genese und Getestete mit entsprechendem Nachweis möglich. Das Ticket wird per Mail zugeschickt, es muss ausgedruckt und mitgebracht werden. Es gilt das Tragen einer medizinischen Maske, auch auf dem Tribünensitzplatz.

Zum sportlichen Geschehen: Der ADAC Truck Grand Prix ist die größte und bedeutendste Veranstaltung der Fia Truck-Europameisterschaft. Zu dieser Serie gehören insgesamt acht Renn-Wochenenden, die auf verschiedenen europäischen Strecken ausgetragen werden. Etwa 20 Racetrucks mit mehr als 1200 PS fahren bis zu einem abgeriegelten Tempo von 160 Stundenkilometern um Punkte in der Fia-Race Truck Championship. Die „Leuchttürme“ des Fahrerfeldes, also die bekanntesten und erfolgreichsten Fahrer sind der sechsfache Truck-Europameister Jochen Hahn, der Spanier Antonio Albacete, der Ungar Norbert Kiss oder Lokalmatador Sascha Lenz. Fahrzeuge der Marken Iveco, MAN, Freightliner oder Scania dominieren das Geschehen.

Der veranstaltende ADAC bezeichnet einen seiner jährlichen Top-Auftritte auf dem Ring in diesem Jahr der Not gehorchend als „Hybrid-Event“. Ein schön gewählter Fachausdruck aus der Automobiltechnik. Der Verband versteht darunter eine Veranstaltung, die „an einem physischen Ort stattfindet und gleichzeitig von einem Live- und interaktiven Publikum online besucht wird.“

Weitere Informationen im Internet unter www.truck-grand-prix.de/digital