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Nürburgring: Ein Saisonauftakt mal ohne Eis und Schnee

Motorsport : Ein Saisonauftakt mal ohne Eis und Schnee

Mit drei Wochen Verspätung geht das Premieren-Rennen mit einem Manthey-Erfolg über die Nordschleife des Nürburgrings.

Ein Klassensieg für Titelverteidiger Philipp Leisen aus Irrel im BMW, dazu weitere Top-Platzierungen der heimischen Piloten: Beim um drei Wochen verspäteten Saisonauftakt der Nürburgring Langstreckenserie (NLS) am Samstag hatte zumindest der Wettergott ein Einsehen und schickte keine winterlichen Boten in die Eifel. Premierensieger der Saison 2021 war unter den 146 gestarteten Fahrzeugen der Manthey-Porsche 911 GT3 R in der Besetzung Kevin Estre, Lars Kern und Michael Christensen vor dem identischen Frikadelli-Porsche aus Barweiler und zwei Audi R8 LMS mit dem gebürtigen Eifeler Nicki Thiim (Dänemark), der seinen 32. Geburtstag im Cockpit als Podiumsdritter feierte. „Ein großartiger Tag, um meinen Geburtstag zu feiern. Platz drei ist ein super Ergebnis. Ich war seit 2018 nicht mehr auf der Nordschleife unterwegs und hatte auf Anhieb wieder eine Menge Spaß“, sagte der Sohn des ersten DTM-Champions Kurt Thiim (1986), der lange Jahre in Irrel in der Südeifel wohnte.  

Die amtierenden NLS-Champions Phillip Leisen,  Christopher Rink und Danny Brink im BMW 325i von Adrenalin Motorsport Team Alzner Automotive machten direkt da weiter, wo sie im vergangenen Jahr aufgehört hatten – mit einem Triumph in der Klasse V4 (VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum) startete das Trio erfolgreich in die Saison 2021.

Nach der Pole-Position im morgendlichen Training ging der Irreler als Startpilot ins Rennen. „Nach einem engen Zeittraining hatten wir zu Beginn des Rennens etwas Glück, als sich die Konkurrenten hinter mir gegenseitig beschäftigten und sich eine Lücke auftat, die über die gesamten vier Stunden dann relativ konstant blieb“, war Leisen nach dem ersten Rennen fürs Erste zufrieden. „Leider waren zum Saisonbeginn nur 14 Starter in unserer Klasse. Ich hoffe, das wird noch etwas mehr im Lauf der Saison. Sonst wird es schwierig mit der Titelverteidigung.“

Das dürfte auch zumindest teilweise für das Duo Arno Klasen / Rudi Adams im Audi R8 LMS des Teams equipe vitesse gelten. Gemeinsam mit Michael Heimrich als drittem Piloten stellten sie den R8 mit der Nummer 50 als Zweitplatzierter in der Klasse SP9 Am und als 19. Im Gesamtklassement ab.

„Das Wochenende war anstrengend und auch ein bisschen chaotisch“, resümierten die beiden. „Wir hatten einen unplanmäßigen Stop wegen Problemen nach vier Runden und mussten auch kurz vor Schluss noch einmal unplanmäßig an die Box. So sprang am Ende P2 in der Klasse SP9-Am und Rang 19 im Gesamtergebnis für uns heraus.“

Der Sieg in der AM-Wertung ging an Klasens Ex-Teamkollegin Janine Shoffner und Moritz Kranz (Linz), der im Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed Performance sein erstes GT3-Rennen bestritt.

Im Porsche 718 Cayman GT4 CS gingen Vater und Sohn, Axel und Max Friedhoff aus Bergweiler bei Wittlich (Aimpoint Racing), in der mit 15 Startern gut besetzten Klasse Cup3 ins Rennen. Das Duo stellte den Cayman nach 27 Runden als Sechstplatzierte in der Klasse und auf Position 33 im Gesamtklassement wieder ab. In der NLS geht es bereits in zwei Wochen weiter. Am 1. Mai steht der 62. Eibach-ADAC-ACAS-Cup auf dem Programm.