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Nürburgring: Frostiger Empfang für Artisten der Rallycross-WM

Motorsport : Nürburgring: Frostiger Empfang für Artisten der Rallycross-WM

Bei winterlichen Verhältnissen wurde an der Eifeler Rennstrecke der Weltmeister 2021 gekürt. Zum Fahrerfeld gehörte auch der Sohn einer Rallye-Legende.

Das war’s dann für dieses Jahr am Ring: Mit den beiden Finalläufen der Rallycross-Weltmeisterschaft fiel der Vorhang für 2021 rund um die Rennstrecke in der Eifel.

Es war ein verdammt frostiger Empfang, der den weltbesten Rallycross-Artisten bereitet wurde. Die Top-Fahrer mussten mit ihren 600 PS starken Fahrzeugen von Audi, Hyundai, Peugeot, Seat und Co. in einem Winterparadies bestehen.

Beim ersten Auftritt der ,FIA World RX of Germany’ auf der rund einen Kilometer langen Strecke am Rande der Südschleife gab es Spiegel-an-Spiegel-Duelle, Crashs, Drifts und waghalsige Überhol-Manöver zu bestaunen.  In einem neu errichteten Stadion am Ring sicherte sich am Ende der dreimalige Weltmeister Johann Kristofferson aus Schweden seinen vierten Titel vor Landsmann Tommy Hansen.

Dem Debüt wird eine Wiederholung im nächsten Jahr folgen. Die Veranstalter hatten sich im Vorfeld alle Mühe gegeben, den letzten Höhepunkt des Jahres noch einmal ordentlich zu bewerben. Doch die winterlichen Umstände – obwohl diese den Rennen einen zusätzlichen Kick verliehen – und Corona hatten einen Run auf die Tickets verhindert.

In der Rallycross-WM ist derweil Schluss mit Verbrennungsmotoren – im nächsten Jahr wird sie mit E-Fahrzeugen absolviert. Das soll, versprechen die Hersteller, nicht weniger spektakulär, aber nachhaltig, umweltbewusst und dem Trend folgend sein.

Die eigens am Nürburgring errichtete Kies- und Asphaltarena stellte höchste Anforderungen an die Fahrer – und sie fand viele lobende Worte. Beispielsweise vom 25-jährigen Niklas Grönholm, dem Sohn des zweimaligen Rallye-Weltmeisters Marcus Grönholm (53): „Das erinnert mich hier an zu Hause. Da ist es ähnlich, und das Rallycross-Fahren macht richtigen Spaß.“ Im nächsten Jahr will Grönholm Junior zurückkommen. Um dann in der Eifel (noch) mehr herauszuholen als nur den Sieg in einem der beiden Finalläufe.