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Nürburgring: Krachneuer Bolide für einen Bitburger

Motorsport : Krachneuer Bolide für einen Bitburger

165 Renner gehen beim zweiten Wettbewerb der Nürburgring-Langstreckenserie am Samstag an den Start. Heimische Piloten strahlen im Vorfeld viel Zuversicht aus. Besonders der Südeifeler Thomas Mutsch hat sich einiges vorgenommen.

Saisonpremiere auf der Nürburgring-Nordschleife: Zum ersten Mal wird Thomas Mutsch aus Bitburg mit dem krachneuen Renner der Scuderia Glickenhaus am Samstag auf die Strecke gehen. Beim zweiten Lauf der Nürburgring Langstreckenserie, dem 62. Eibach ADAC ACAS Cup, soll der Bolide den ersten ernsthaften Einsatz unter Wettbewerbsbedingungen vor dem 24-Stunden-Rennen von 3. Bis 6. Juni bestehen.

Nach den ermutigenden Ergebnissen zum Saisonauftakt am 17. April gehen die heimischen Piloten auch beim zweiten Saisonrennen am Tag der Arbeit optimistisch in den vierstündigen zweiten Lauf der Saison. Für genügend Spannung auf der üblichen Kombination zwischen Nordschleife und der Kurzanbindung der Grandprix-Strecke ist gesorgt: Insgesamt 165 Fahrzeuge gehen an den Start des Rennens, das um 12 Uhr beginnt. Die Startplätze werden – erneut vor leeren Rängen an den Eifeler Naturtribünen – von 8.15 bis 10 Uhr ausgefahren. Dafür wird das Rennen auf vln.de und dem YouTube-Kanal der NLS wieder mit spektakulären Hubschrauber-Bildern gestreamt.

Den Tagessieg im Gesamtklassement werden auch im zweiten Rennen die GT3-Boliden in der Klasse SP9 wieder unter sich ausmachen. Die üblichen Verdächtigen sind schnell gefunden: Die Porsche 911 GT3 R, darunter auch der Premieren-Sieger „Grello“ von Manthey-Racing und das Team Frikadelli-Racing, werden mit dem M6 GT3 von ROWE Racing aus dem Hause BMW und den Mercedes-AMG GT3  von GetSpeed und HRT um den Sieg kämpfen. Nicht zu vergessen die Audi R8 LMS von Phoenix Racing und Land Motorsport, am „Tag der Arbeit“, in diesem Jahr zum ersten Mal am Start.

Exoten wie der Lamborghini Huracan Evo der FFF Racing Group sind das herzhafte Salz in der Rennsuppe. Chancen, in der AM-Kategorie (Amateure) werden sowohl dem Eifeler Duo Arno Klasen / Rudi Adams (Karlshausen / Nohn) im Audi R8 LMS der equipe vitesse wie auch der italienischen Schönheit Ferrari 488 GT3 eingeräumt. Dort teilen sich die heimischen Nordschleifen-Spezialisten Christian Kohlhaas, Stephan Köhler und Mike Jäger das Cockpit.

Der „Motorsport des kleinen Mannes“ spielt sich in den vielen Klassen der seriennahen Produktionsfahrzeuge ab. Dort lautet das Credo: „Viel Feind, viel Ehr.“ Das bedeutet so viel wie: je mehr Gegner in einer der zahlreichen Klassen gemeldet sind, desto mehr Punkte gibt es in der Gesamtwertung für einen Klassensieg. „Wir hatten nur 14 Fahrzeuge in unserer Klasse V4. Das ist ein bisschen wenig. So wird es schwierig mit der Titelverteidigung“, resümierte der Irreler Philipp Leisen, im vergangenen Jahr im BMW 325i mit Christopher Rink und Danny Brink zum zweiten Mal nach 2018 VLN-Champion.

Einen ganz besonderen Leckerbissen bringt der Bitburger Thomas Mutsch an den Start. Gemeinsam mit Felipe Fernandez-Laser und Franck Mailleux bildet er ein seit Jahren eingespieltes Team auf dem Boliden der Scuderia Glickenhaus in der Klasse SPX. Mit dem krachneuen SCG 004c des US-Kunst- und Motorsport-Milliardärs James Glickenhaus war Mutsch bereits Ende März auf der Strecke im italienischen Vallelunga zum Testen unterwegs.

„Wir haben einiges am Set-up probiert und sind zufrieden mit den Ergebnissen“, berichtet Mutsch. So wurde der Motor des 004c um fünf Zentimeter nach vorn und um 2,5 Zentimeter nach unten gerückt. „Wir bekommen dadurch mehr Grip auf der Vorderachse“, erklärt Mutsch. Er und das Team blicken bei NLS 2 in erster Linie auf die Standfestigkeit des Fahrzeugs nach den Italien-Tests.