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Paralympics: Trierer Rollstuhlbasketballer Dirk Passiwan darf ran

Rollstuhlbasketball : Paralympics: Trierer Dirk Passiwan darf ran

Aufatmen beim Spielertrainer der Dolphins: Der 43-jährige Rollstuhlbasketballer wurde erfolgreich (neu) klassifiziert. Hintergrund ist ein Konflikt zwischen dem Internationalen Paralympischen Komitee und dem Weltverband.

Dirk Passiwan ist eine Sorge los. Grundsätzlich steht seinem Start bei den coronabedingt ins Jahr 2021 verschobenen Paralympics in Tokio nichts im Wege. Es wären die vierten Paralympics für den Rollstuhlbasketballer, der national und international nun schon viele Jahre lang die Sportart prägt.

Passiwan, der aufgrund von Schädigungen in beiden Knien im Rollstuhlbasketball mit 4,5 klassifiziert ist (geringer Behinderungsgrad), musste seine Einschränkungen neu nachweisen. Grund ist ein Streit zwischen dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) und dem Internationalen Rollstuhlbasketballverband (IWBF). Das IPC hatte den Rollstuhlbasketballern das Aus für Tokio und für die Paralympics 2024 in Paris angedroht, sollten die IWBF-Regeln nicht an das Klassifizierungssystem des IPC angepasst werden.

Neue Unterlagen, neue Bilder der Knie – Passiwan musste nochmals zur ärztlichen Prüfung. „Ich hatte relativ wenig Zeit, die Befunde zusammenzustellen. Erschwerend kamen die Einschränkungen wegen Corona hinzu“, berichtet Passiwan, der nun auf TV-Nachfrage Positives verkünden kann: „Für mich ist es sehr gut gelaufen. Ich darf weiterhin für die Nationalmannschaft spielen.“

Teamkollegen von Passiwan sind dagegen noch zu Geduld gezwungen. Unter anderem auch seine Lebensgefährtin und Mitspielerin bei den Dolphins, Nathalie Ebertz, die Chancen auf einen Platz im deutschen Frauen-Team für die Paralympics hat. Sie wird nach drei großen Operationen am Sprunggelenk ebenfalls mit 4,5 bewertet. Passiwan: „Wir haben noch keine Information, wann das Ergebnis kommt. Es kann zwei Wochen dauern, vielleicht aber auch zwei Monate. Das ist ein bisschen zermürbend.“