1. Sport
  2. Sport aus der Region

Pokal: Eintracht Trier im Viertelfinale raus - zum fünften Mal in Folge

Fußball-Rheinlandpokal : Eintracht Trier fliegt zum fünften Mal in Folge im Viertelfinale raus

Die Geschichte wiederholte sich in diesem Jahr. Eintracht Trier musste sich im Pokal beim Oberliga-Konkurrenten mit 1:2 geschlagen geben.

FV Engers gegen Eintracht Trier im Fußball-Rheinlandpokal: Da wurden Erinnerungen an den 15. November 2019 wach. Damals, vor fast genau zwei Jahren, schlug der FVE die Eintracht im Viertelfinale mit 2:0. Zwei Kopfballtore von Jonathan Kap und Sören Klappert, die Trier tief ins Mark trafen. Die Stimmung: am Nullpunkt. Manche Anhänger forderten seinerzeit die Ablösung von Eintracht-Trainer Josef Cinar.

Es war das dritte Pokal-Viertelfinal-Aus in Folge. In der Saison darauf ereilte den SVE im coronabedingt verspätet fortgeführten Wettbewerb auch das Aus in der Runde der letzten acht Teams - gegen Rot-Weiß Koblenz.

Und nun? Die Serie ist nicht gerissen. Erneut ist Trier vorzeitig gescheitert. Wieder im Viertelfinale. Und nun wieder in Engers.

Am Mittwochabend geriet Trier wie 2019 mit 0:2 in Rückstand – in einer Partie, in der sie spielbestimmend auftrat. Nach acht Minuten jubelten die Gastgeber, weil Triers Rechtsverteidiger Jason Kaluanga ein Eigentor unterlief. Nach einer scharfen Hereingabe versuchte er ohne Gegnerbedrängnis zu klären. Er rutschte in den Ball und beförderte ihn über die eigene Torlinie.

Trier war nicht geschockt, sondern zog unaufgeregt sein Spiel auf. Die Eintracht kam zu Chancen – durch Leonel Brodersen (16.), Dominik Kinscher (22.), Felix Fischer (23.), Jan Brandscheid (28.) und Kevin Heinz (31.). Viel Aufwand, kein Ertrag.

Stattdessen war Engers beim zweiten richtigen Ausflug vors Trierer Tor gleich zum zweiten Mal erfolgreich. Jonathan Kap brachte den Ball über die Linie (2:0., 32.). Ein Ergebnis, das dem Spielverlauf nicht entsprach.

Doch Engers hätte vor der Pause sogar auf 3:0 erhöhen können - Torwart Denis Wieszolek hielt klasse gegen Kap (43.). Ein Distanzschuss von Jonas Runkel ,küsste‘ zudem die Latte (43.).

Eintracht-Trainer Josef Cinar hatte nach dem 0:2 reagiert und Yannick Debrah ins Spiel gebracht. Verzichten musste er in Engers erneut auf Edis Sinanovic (muskuläre Probleme) sowie auch auf den erkrankten Christopher Bibaku.

Trier entfachte nach der Pause viel Druck, doch Engers hielt sich zunächst schadlos und hatte durch Kap die große Gelegenheit, alles klarzumachen – erneut war Wieszolek zur Stelle (60.).

Trier hielt die Power hoch, und kam zum Anschlusstreffer. Sven König, der bis dato nicht so zur Geltung gekommen war wie beim jüngsten 3:1-Derbysieg gegen die TuS Koblenz, erzielte mit der Pike das 1:2, als er erfolgreich das lange Eck anvisierte (67.).

In der Nebelsuppe von Engers entwickelte sich nun ein echter Pokalfight. Mit einer Monsterparade verhinderte Wieszolek gegen Marcel Stieffenhofer das 1:3 (74.), auf der Gegenseite fand König in Engers-Torwart Safet Husic seinen Meister (75.).

Trier machte, versuchte, drängte – schaffte aber nicht mehr den Ausgleich. Zum fünften Mal in Folge ist der SVE damit im Viertelfinale des Rheinlandpokals ausgeschieden. Riesenenttäuschung im Eintracht-Lager. Mit gesenkten Köpfen verließen die Spieler den Kunstrasen, während die FVE-Spieler jubelnd im Kreis feierten. Von den mitgereisten Eintracht-Fans gab’s diesmal - anders als vor zwei Jahren - aufmunternden Beifall für die Trierer Akteure.

Am Samstag sehen sich beide Teams derweil schon wieder – dann empfängt Trier Engers zum Oberliga-Duell im Moselstadion.

FV Engers: Husic - Fiege, Kneuper, Splettstößer, Meinert – Gietzen (83. Freisberg), Brahaj, Runkel (56. G. Naric), Stieffenhofer (78. Schlesiger) – Finkenbusch, Kap

Eintracht Trier: Wieszolek – Kaluanga (40. Debrah), Maurer, van Schaik, Heinz – Thayaparan – Brodersen (75. Siga), Fischer (63. Amberg), Kinscher, König – Brandscheid (89. Schneider)

Tore: 1:0 Kaluanga (ET, 8.), 2:0 Kap (32.), 2:1 König (67.)

Schiedsrichter: Jean Luc Behrens