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Pokalderby Tarforst - Eintracht Trier: „Brauchen brutalen Sahnetag“

Fußball-Rheinlandpokal : Tarforst vor dem Derby gegen Eintracht Trier: „Wir brauchen einen brutalen Sahnetag“

In der zweiten Runde des Verbandswettbewerbs fordert der FSV am Mittwochabend den Oberligisten heraus.

In Freundschaftsspielen sind sich der FSV Trier-Tarforst und Eintracht Trier in der Vergangenheit immer wieder über den Weg gelaufen. Nun geht‘s für beide Clubs, die in der Talentförderung kooperieren, in einem Pflichtspiel gegeneinander.

„Mir wäre ein späteres Aufeinandertreffen, etwa im Viertelfinale, lieber gewesen“, sagt FSV-Trainer Holger Lemke über die Begegnung am Mittwochabend in der zweiten Runde des Rheinlandpokals (19.30 Uhr, Rasenplatz Tarforst). Auch Eintracht-Coach Josef Cinar ist sich bewusst: „Es wird für uns keine einfache Aufgabe. Uns wird alles abverlangt werden.“

Es herrschen gegenseitige Wertschätzung und Respekt. Gleichwohl sieht Lemke, der von der Jugend an bis 2006 und später dann nochmal zwischen 2014 und 2017 das SVE-Trikot trug, die Gewichte klar verteilt: „Auf dem Papier liegt zwischen beiden Mannschaften ,nur‘ eine Spielklasse. Aber ich sehe Trier als ambitionierten Oberligisten, dessen Ziel es ist, sich schnellstmöglich und dann längerfristig wieder in der Regionalliga zu etablieren. Wir reden dann schon von einem Qualitätsunterschied.“

Was muss passieren, damit vielleicht dennoch eine Überraschung gelingt? „Wir brauchen einen brutalen Sahnetag, und gleichzeitig muss bei Trier extrem viel schieflaufen“, glaubt Lemke, der aber davon ausgeht, dass die Eintracht die Aufgabe sehr seriös angehen wird: „Eintracht Trier braucht den Rheinlandpokal, da ein möglicher Titelgewinn lukrative Einnahmen im DFB-Pokal nach sich zieht.“

Cinar lässt keinen Zweifel daran, dass er keine Lust auf ein blaues Wunder hat: „Wir werden mit der bestmöglichen Mannschaft spielen.“ Fraglich ist noch der Einsatz von Jason Kaluanga, bei dem sich im Nachgang zum Spiel in Salmrohr der Verdacht auf einen Muskelfaserriss nicht bestätigt hat.

Die Zuschauer dürfte eine Partie erwarten, in der sich der FSV keineswegs nur hinten reinstellt. Cinar ist überzeugt: „Der FSV Tarforst verfolgt mit seinen vielen erfahrenen Spielern und seinem eingespielten Team einen spielerischen Ansatz.“ Lemke kündigt an, den Teambus nicht am eigenen Strafraum zu parken: „Wir wollen uns nicht verstecken und nicht mit elf Mann hinten reinstellen.“

Verlassen kann sich der Rheinlandligist aktuell einmal mehr auf Torjäger Nicola Rigoni, der jüngst binnen 20 Minuten drei Mal im Match gegen Mendig traf (Endstand: 3:1). „Er ist super drauf. Aber auf ihn wartet nun gegen die Eintracht auch eine ganz andere Abwehr“, sagt Lemke.

Vor nicht allzu langer Zeit war Rigoni sogar mal Trainingsgast bei der Eintracht, mehr wurde daraus jedoch nicht. Cinar: „Er ist ein Vollstrecker. Ich habe ihn als lockeren Typen kennengelernt, der stets ein Lächeln im Gesicht hat.“

Heute Abend hofft der Eintracht-Coach indes nicht auf ein breites Grinsen beim FSV-Angreifer.