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Preise von Olympioniken fürs Spendenschwimmen in Mertesdorf

Spendenschwimmen : Preise von Olympioniken fürs Spendenschwimmen

Eine Nacht lang wird am Wochenende im Mertesdorfer Freibad zugunsten der Geschädigten der Flutkatastrophe Sport getrieben. Der SSV Trier lädt zum Zwölf-Stunden-Schwimmen ein.

(teu) Vor gut vier Wochen kraulte die aus Wittlich stammende und lange Zeit für den SSV Trier startende Celine Rieder bei den Olympischen Spielen in Tokio durchs Becken. Die Traben-Trarbacherin Hannah Ludwig fuhr im Straßenradrennen um olympische Ehren. Ruderer Richard Schmidt vom RV Treviris gewann im Deutschlandachter mit der Silber- seine dritte olympische Medaille. Die Olympioniken der Region haben für das Zwölf-Stunden-Spendenschwimmen des SSV Trier am Samstag (4. September, ab 18.30 Uhr) im Mertesdorfer Freibad Preise zur Verfügung gestellt. Mit Sport und Spaß erbringen die Teilnehmer nicht nur eine gute Tat (das Antrittsgeld von 15 Euro und weitere Spenden kommt der Handwerkerhilfe Insul zugute), sondern haben auch die Chance auf einmalige und exklusive Erinnerungsstücke.

Was Celine Rieder, Hannah Ludwig, Richard Schmidt, aber auch Bahnradsportlerin Emma Hinze (Olympia-Silber in Tokio im Teamsprint) oder Rückenschwimmspezialist Christian Diener zur Verfügung gestellt haben, will Organisationsleiterin Katrin Radeck vom SSV Trier noch nicht verraten. Vielleicht gelinge es auch noch Preise von der Hindernislauf-Olympia-Fünften Gesa Krause vom Verein Silvesterlauf Trier oder Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambu Nur so viel: „Es gibt ganz viele Wertungen und tolle Preise.“ Natürlich für diejenigen, die die meisten Kilometer zurücklegen, aber auch für Kinder, wenn es sich ergibt auch für Teams, die vielleicht die kompletten zwölf Stunden als Staffel im Becken sind.

Dabei steht der Spaß im Vordergrund. Niemand muss zwölf Stunden am Stück schwimmen. Ab 18.30 Uhr ist das idyllisch im Ruwertal gelegene Mertesdorfer Freibad aber freigegeben für die Spendensammler. „Wir werden zwischendurch auch ein Training zur Technikverbesserung oder Aquagymnastik zur Auflockerung anbieten“, erzählt Radeck. Aquajogger sind genauso willkommen wie alle, die vielleicht nur eine Bahn absolvieren oder der Extremschwimmer, der stundenlang Kilometer sammelt.

Durch die Trainingseinheiten im Mertesdorfer Freibad kamen die Verantwortlichen des SSV Trier mit Michael Luy ins Gespräch. Der Schwimmmeister war als Katastrophenhelfer im Juli im Überschwemmungsgebiet in Insul an der Ahr. „Michael hat uns die Bilder gezeigt und auf der Heimfahrt haben wir uns überlegt, da müssen wir etwas machen“, erzählt Radeck, was den Anstoß zum Spendenschwimmen gegeben hat. Man sei froh und dankbar, dass die Verbandsgemeinde Ruwer mit Bürgermeisterin Stephanie Nickels als Betreiber des Mertesdorfer Freibads die Aktion unterstützen. Geholfen wird mit den Spendengeldern der Handwerkerhilfe Insul. Mehrere Dutzend Handwerkern aus der Region Trier fahren auf Luys Initiative seit mehreren Wochenenden zu den Flutgeschädigten an der Ahr um ihr Fachwissen beim Wiederaufbau einzubringen. Die Spendengelder werden vor allem für Material benötigt.

Informationen: www.ssv.trier.com