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Radsport: Eine ganz reale Simulation

Radsport : Eine ganz reale Simulation

Nach langer Zeit mal wieder Renn-Atmosphäre schnuppern – das war das Ziel einer besonderen Veranstaltung, die auf den Straßen zwischen Schweich und Föhren ausgetragen wurde.

Auch wenn es sich um eine Freiluftsportart handelt – der Amateur- und Profi-Radsport wurde durch die Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen ebenfalls nahezu lahmgelegt. Seit Mitte März sind im nationalen und internationalen Radsport beinahe alle Rennen abgesagt beziehungsweise verschoben worden.

Um den lokalen Rennfahrern eine Möglichkeit zu geben, sich sportlich unter Beweis zu stellen, wurde zwischen Schweich und Föhren auf einem abgesperrten Rundkurs eine Rennsimulation ausgetragen. Bei dieser Veranstaltung konnten sich die Fahrer zum ersten Mal wieder unter annähernd realen Rennbedingungen ausbelasten.

Vor der anstehenden Saison langsam wieder an den Rennbetrieb herantasten – das war das Ziel von Markus Zingen, Team-Manager des UCI-Continental-Teams Leopard Pro Cycling, der federführend für die Simulation zuständig war. Unterstützt wurde das Team durch Helfer und Streckenposten des RV Schwalbe Trier.

Gefahren wurde auf einem 3,3 Kilometer langen Rundkurs mit rund 50 Höhenmetern. Die Rennfahrer hatten 20 Runden zu absolvieren. Gestartet sind neben den Profis des Leopard-Teams auch die Fahrer der luxemburgischen U-19- und U-23- Nationalmannschaft sowie Fahrer aus deutschen und anderen luxemburgischen Vereinen.

Vor dem Rennen appellierte Organisator Zingen an alle Teilnehmer: „Es geht hier heute um nichts. Wir möchten, dass alle gesund ankommen. Bitte geht daher kein unnötiges Risiko ein.“

Nach dem Start wurde von Anfang an ein richtig schnelles Radrennen gefahren, so wie es in den vergangenen Wochen und Monaten für alle undenkbar war. Aufgrund der hohen Leistungsunterschiede löste sich das Feld schnell in mehrere Gruppen auf. Bereits nach kurzer Zeit setzte sich eine Spitzengruppe ab, die aus mehreren Fahrern des Leopard-Teams sowie einem Juniorenfahrer des LeXXi-Teams bestand. Diese Fahrer sorgten für ein spannendes Rennen und machten den Sieg unter sich aus. Doch auch alle anderen Teilnehmer kamen auf ihre Kosten.

Die Rennsimulation lief nicht ohne spezielle Sicherheitsmaßnahmen ab. Im Vorhinein musste ein Hygienekonzept erstellt werden, das vor Ort umzusetzen war. Im Anschluss an das Rennen fand lediglich eine kleine, abgespeckte Siegerehrung statt.

Nach rund 67 Kilometern gewann der Schweizer Mauro Schmid vom Leopard-Team vor seinen Mannschaftskollegen Mattias Skjelmose-Jensen (Dänemark) und Jan Maas (Niederlande). Platz eins der Junioren-Wertung belegte Tim Teutenberg vom LeXXI-Team. Max Valtey vom RV Schwalbe Trier gewann die Wertung des besten Amateur-Fahrers.

Die Organisation ging in enger Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Schweich und allen Verantwortlichen vor Ort über die Bühne.