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Rallye rund um Wittlich am 1. und 2. Juli 2022: Das müssen Sie wissen

Motorsport : Das müssen Sie zur neuen Rallye rund um Wittlich wissen

Die Veranstaltung am 1. und 2. Juli ist der vierte Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft. Welche Ziele die Organisatoren verfolgen.

Es ist eine Mischung aus Premiere und Comeback. Aus Nos­talgie und Zukunftsmusik. Wenn am Freitagabend das erste Fahrzeug die Wertungsprüfungen der Rallye ADAC Mittelrhein mit Start und Ziel in Wittlich unter die Räder nimmt, werden Erinnerungen wach an die glorreichen Zeiten des Rallyesports in der Region.

Dass eine Rallye nach dem Auszug des WM-Laufs ins Saarland im Jahr 2016 noch einmal eine Zukunft an der Mosel, im Hunsrück und in der Eifel haben würde, ist wenigen Männern zu verdanken. Armin Kohl (79), Wittlicher, erfahrener Polizei-Offizier, Stratege und 18 Jahre lang Leiter der Deutschland-Rallye auch als WM-Lauf, ist einer von ihnen. Er und der Motorsport-affine Unternehmer Axel Friedhoff aus Bergweiler bei Wittlich, im Vorstand des ADAC Mittelrhein für den Motorsport zuständig, haben die Rallye Mittelrhein, die der vierte von sieben Läufen zur Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) ist, federführend aus der Taufe gehoben.

Dabei werden an diesem Samstag die alten, legendären Weinbergsprüfungen der Deutschland-Rallye Auferstehung feiern. Dazu kommt am Freitag ein ultraschneller Kurs im Salmtal sowie ein knackiger, spektakulärer Rundkurs in Bergweiler.

An Mitstreitern, um das alles umzusetzen, hapert es nicht. Zu ihnen gehört Helmut Weyer, der sich zu WM-Zeiten der Deutschland-Rallye die Hacken zu den Ortsbürgermeistern wund lief und für die Veranstaltung warb. Zudem braucht es viele freiwillige Helfer und die Sportwarte aus den Motorsportclubs. Sie sichern am kommenden Wochenende die Streckenabschnitte und lenken Tausende von Zuschauern. Sie wollen dafür sorgen, dass die neue Rallye Mittelrhein mehr als nur eine Eintagsfliege wird.

Voraussetzung für den Vorstandsbeschluss des ADAC Mittelrhein, das Projekt Rallye-DRM in Angriff zu nehmen, war ein Nachhaltigkeitskonzept, sagt Organisations-Leiter Axel Friedhoff. Nach Kontaktaufnahme mit verschiedenen Institutionen ist der Veranstalter mit dem Umweltcampus der Universität Trier in Birkenfeld übereingekommen, dass dieser die Veranstaltung begleiten und ein zukunftsfähiges Konzept erstellen wird. „Wir wollen den Rallyesport nachhaltig fit für die Zukunft machen“, beteuert Friedhoff. Gleichzeitig fügt er hinzu: „Wir haben schon genügend Vorschusslorbeeren erhalten. Denen müssen und wollen wir auch gerecht werden.“

Internet: adac-mittelrhein.de, adac-motorsport.de