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Reinsfeld/Geisfeld/Rascheid: Neue Fußball-Ehe im Hochwald

Fußball : Neue Fußball-Ehe im Hochwald

Die Eigenständigkeit des TuS Reinsfeld neigt sich dem Ende entgegen. Ehe man im Sommer mit Geisfeld/Rascheid eine Spielgemeinschaft eingehen will, hat Trainer Uwe Wess mit seiner Mannschaft in der aktuellen A-Liga-Saison aber noch einiges vor.

Trotz des aktuell letzten Tabellenplatzes in der A-Klasse Trier-Saarburg und nur acht Punkten sind die sportlich Verantwortlichen des TuS Reinsfeld zuversichtlich, dass es noch vor der Winterpause in den zweistelligen Punktebereich geht und die Abstände zum rettenden Ufer reduziert werden. Zwar unterlag das Team von Trainer Uwe Wess zuletzt in Sirzenich mit 2:3, dennoch herrschte eine positive Grundstimmung. „Wir haben bereits in der Woche zuvor gegen Kordel/Welschbillig bewiesen, dass wir einen Großen schlagen können. Der 4:1-Sieg tat allen gut und war enorm wichtig für das Selbstvertrauen. Auch in Sirzenich wäre ein Punkt enorm wichtig gewesen, leider haben wir einen Moment nicht aufgepasst. Der späte Gegentreffer zum 2:3 ist sehr ärgerlich“, berichtet der Sportliche Leiter Yannick Meerkamp.

In der Vorwoche, beim sehr überraschenden Erfolg gegen Tabellenführer Kordel, hatte Co-Trainer Jan Schuler von einer „starken Mentalität“ berichtet. „Wichtig war, dass Björn Bohr und Fabrice Schirra wieder fit waren und für die nötige Torgefahr und den Schwung aus dem Mittelfeld gesorgt haben. Und Oliver Sänger hat zum wiederholten Male mit starken Paraden geglänzt und uns so die drei Punkte gesichert.“

An den kommenden Auswärtsgegner FC Könen hat man nach dem 3:0-Hinspiel­erfolg beste Erinnerungen. „Wir haben damals auch fußballerisch überrascht und waren sehr effektiv. Gegen einen Konkurrenten um den Klassenerhalt müssen wir jetzt zwingend nachlegen und gewinnen. Das können wir erreichen, wenn wir an unsere jüngsten Leistungen anknüpfen“, so Meerkamp.

Mittelfeldspieler Bohr musste in Sirzenich kurzfristig nach einem Ziehen am Oberschenkel aussetzen. Sein Einsatz am Sonntag ist noch offen. Tim Wollscheid ist nach auskurierter Zerrung im Aufbautraining. Definitiv verletzt ausfallen wird weiterhin Tobias Kolling, der an einem Handbruch laboriert.

Um für die Zukunft gerüstet und konkurrenzfähig zu sein, kam der TuS Reinsfeld auf die SG Geisfeld/Rascheid zu und fragte an, eine Spielgemeinschaft zu bilden. TuS-Vorsitzender Stefan Weber erklärt: „Wir haben von unseren Mitgliedern bereits im Sommer das Votum eingeholt. Daran hat sich nichts geändert. Wir wollen nun vor Weihnachten alles in trockenen Tüchern haben.“

Wie Uwe Cronauer, Vorsitzender des SV Geisfeld, berichtet, wird die Abstimmung in der Mitgliederversammlung seines Vereins am Samstag, 27. November, und die des SV Rascheid am Tag zuvor durchgeführt. Eine große Zustimmung auch dieser beiden Clubs wird erwartet.

Laut Weber hatte man sich einmal monatlich getroffen, um über den Fortgang der Weichenstellungen zu beraten. Der SG-Vertrag sei so bereits ausgearbeitet und somit unterschriftsreif. Die Beteiligten haben angedacht, drei Mannschaften ins Rennen zu schicken. „Wir werden uns diesbezüglich in der Winterpause zusammensetzen. Das betrifft auch die mögliche Besetzung der Trainerteams.“ Zudem hoffen alle Reinsfelder, den A-Liga-Klassenverbleib schaffen zu können. Dann würde die künftige zweite Mannschaft in der höchsten Trier-Saarburger Liga antreten.

„Die neue Spielgemeinschaft wäre auch für die Entwicklung im Jugendbereich von herausragender Bedeutung. Es kommen Jahr für Jahr weniger A-Jugendspieler raus. So können wir künftig auch die Kräfte im Jugendbereich bündeln“, sagt Weber. Der aktuelle Trainer Uwe Wess sei bereits vor seinem Amtsantritt in Reinsfeld über die Zukunftspläne informiert worden. „Er will unbedingt mit der Mannschaft die Klasse halten und dann die detaillierte Planung abwarten“, betont Meerkamp.