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Rheinlandpokal: Eintracht Trier 5:2 gegen SG Ruwertal nach Verlängerung

Fußball : Rheinlandpokal: Zittersieg von Eintracht Trier bei der SG Ruwertal

Die mit mehreren U-19-Akteuren gespickte Mannschaft des Oberligisten braucht die Verlängerung, um den aufopferungsvoll kämpfenden Bezirksligisten mit 5:2 in die Knie zu zwingen.

Auf solch eine Kulisse kommen momentan selbst einige Regionalligisten nicht. 650 zahlende Zuschauer verfolgten in Kasel das Drittrundenspiel im Fußball-Rheinlandpokal zwischen der gastgebenden SG Ruwertal und dem Oberliga-Tabellenführer Eintracht Trier.

Sie sahen eine Partie, die lange unerwartet spannend war, gar eine Überlänge hatte und zunächst den erwarteten Verlauf nahm.

Schon in der vierten Minute ging der Favorit aus Trier in Führung, als Dominik Kinscher ins lange Eck traf. Die Ruwertaler Defensive schaffte es nicht, zuvor das Zusammenspiel zwischen dem Torschützen und Jens Schneider zu unterbinden.

Der Bezirksligist hatte zu Beginn zu viel Respekt – und das, obwohl Eintracht-Trainer Josef Cinar sein Team enorm umgekrempelt hatte. Gleich sieben U-23-Akteure liefen in der Startelf auf, fünf von ihnen zählen gar noch zur U-19-Fraktion (Olayo, Sinner, Sulejmani, Siga, Yavuz). Einige Stammkräfte (Wieszolek, Maurer, van Schaik, Heinz, Robin Garnier, König) standen gar nicht erst im Kader.

Ein Wagnis, wie sich zeigen sollte. Die SG Ruwertal legte ihren Respekt ab – und drehte die Partie zwischenzeitlich im Zuge zweier Freistöße. Ausgangspunkt beide Male: Pascal Neumann. Nach dessen erstem Ball in den Eintracht-Strafraum hatte Jannis Hoffmann zu viele Freiheiten – er köpfte den Ausgleich (29.). Nur vier Minuten später war Michael Blau nach Neumann-Hereingabe mit einem Fallrückzieher erfolgreich (33.).

Ekstase im SGR-Team. Die Reaktion der Eintracht? Kam prompt. Nach Flanke von Schneider köpfte Christopher Bibaku völlig unbedrängt zum 2:2-Ausgleich ein (36.).

Nach der Pause hatte Kinscher Pech, als er bei einem Freistoß den Ball an den Pfosten setzte (57.). Schneider scheiterte zweimal in Top-Position an der aufopferungsvoll verteidigenden SGR-Defensive. Nach einer Stunde brachte Cinar mit Edis Sinanovic und Jason Kaluanga mehr Erfahrung auf den Rasen. Zehn Minuten später verstärkte er mit der Hereinnahme von Jonas Amberg zudem die Offensive.

Trier im Dauervorwärtsgang, doch dem Bezirksligisten eröffnete sich die Chance zum dritten Treffer. Fränz Sinner vertändelte den Ball gegen Mathias Biwer – SVE-Torwart Armin Olayo klärte zur Ecke (74.). Die Eintracht fuhr einen Angriff nach dem anderen. Doch das Ruwertaler Bollwerk stand. Auch in Person von Torwart Carsten Bach, der unter anderem einen Schuss von Faton Sulejmani bravourös parierte (88.).

Und dann die Nachspielzeit: Ein abgefälschter Schuss von Ruwertals Fabian Regel landete am Pfosten! Die Eintracht – ganz dicht vor dem Aus, und kurze Zeit später in der Verlängerung.

In der erlöste Amberg nach einem Solo die Eintracht – 3:2 in der 93. Minute. Die Moral der Gastgeber war gebrochen. Jan Brandscheid legte in der 95. Minute das 4:2 nach. Kurz vor dem Ende erhöhte Kinscher mit einem strammen Schuss noch zum 5:2 (118.).

SG Ruwertal: Bach – Jung, Willems, Cartus (12. Pieper), Meyer (86. Müller) – Hoffmann, Neumann, Blau (75. Jung), Krämer (46. Franken) – Regel, Biwer

Eintracht Trier: Olayo – Amidon (61. Kaluanga), Thayaparan, Sinner, Sulejmani – Siga, Yavuz, Fischer (70. Amberg), Kinscher, Schneider (61.Sinanovic) – Bibaku (46. Brandscheid)

Tore: 0:1 Kinscher (4.), 1:1 Hoffmann (29.), 2:1 Blau (33.), 2:2 Bibaku (36.), 2:3 Amberg (93.), 2:4 Brandscheid (95.), 2:5 Kinscher (118.)

Schiedsrichter: Dominik Franklin

Zuschauer: 650