Rheinlandpokal: SG Sauertal mit Spiel des Jahres gegen Eintracht Trier

Fußball-Rheinlandpokal : SG Sauertal - Eintracht Trier: Und wieder ein Spiel des Jahres

Der Bezirksligist freut sich am Mittwoch (19.30 Uhr, Kunstrasen Godendorf) auf einen neuen Festtag gegen Eintracht Trier – so wie 2009. Damals hielten 1200 Fans und ein prominenter Eintracht-Trainer den Verein auf Trab.

Die Erinnerungen an das „Spiel des Jahres im Sauertal“ sind allgegenwärtig. Im Vereinsheim des Bezirksligisten hängt eine große Collage, die an die Partie am 14. Februar 2009 erinnert. Zeitungsartikel, Bilder, eine Eintrittskarte von damals.

Im Achtelfinale des Fußball-Rheinlandpokals hatte die SG Sauertal an jenem sonnigen Samstagnachmittag den damaligen Regionalligisten Eintracht Trier zu Gast – mit einem Promi in den Reihen des SVE. „Triers Trainer Mario Basler hat uns Zuschauer gebracht“, erinnert sich der Vorsitzende der SG Sauertal, Klaus Pallien. 1200 Zuschauer waren damals auf die Kunstrasenanlage in Godendorf geströmt, sie sahen einen 5:0-Sieg der Eintracht.

Basler hatte die SG-Verantwortlichen auf Trab gehalten. Hans Lehnart, Torwarttrainer und Leiter des Clubheims, erinnert sich: „Vormittags am Spieltag hatte er angerufen und gefragt, ob ein Parkplatz für ihn freigehalten sei. Und er bat darum, dass niemand ihn auf dem Weg in die Kabine belästigt.“ Lehnarts trockene Antwort: „Im Sauertal wird keiner belästigt.“ Später musste er ,Super-Mario‘ maßregeln, als der SVE-Coach im Kabinentrakt rauchen wollte.

Nun, gut zehneinhalb Jahre später, kommt es wieder zum Aufeinandertreffen zwischen der SGS und dem SVE – in der dritten Runde des Rheinlandpokals. Der Bezirksligist hofft am Mittwoch, 19.30 Uhr, auf 800 bis 1000 Zuschauer am Kunstrasen in Godendorf. Die Eintracht hat zwar kein Zugpferd namens Basler mehr, dafür lockt der SVE dank eines sportlichen Höhenflugs in der Oberliga die Fans an.

Foto: -/privat

Anders als damals will die SG Sauertal nicht den Aufwand betreiben und einen Block für die SVE-Fans einzäunen. „Die Trierer haben sich bei uns noch nie daneben benommen“, sagt der zweite Vorsitzende Andreas Luce. Am Eingang sollen zwei Kassen dafür sorgen, dass sich Wartezeiten in Grenzen halten.

Spieler der zweiten Mannschaft werden die Verkehrslenkung übernehmen. Ziel ist, zunächst den Parkplatz am Gemeindehaus zu füllen und erst dann die (wenigen) Stellflächen rund um den Kunstrasenplatz. Der Verein bittet Zuschauer, nicht entlang der B 418 zu  parken.

Insgesamt wird die SGS bis zu 60 Helfer im Einsatz haben. Und was ist sportlich zu erwarten? Am Wochenende kassierte die SG Sauertal in der Bezirksliga eine 2:7-Klatsche gegen Schweich. Die Nachwehen des 2:0-Pokalerfolgs wenige Tage zuvor gegen Schoden sowie die Vorfreude auf den bevorstehenden Höhepunkt gegen die Eintracht trübten augenscheinlich die Sinne. „Wir wollen wenige 1:1-Duelle zulassen“, sagt der luxemburgische SGS-Trainer Martial Servais, der nicht von pomadigen Trierern wie vor gut zehn Jahren ausgeht: „Die Eintracht wird nicht – wie man bei uns sagt – nonchalant auftreten.“

Foto: -/privat

Zwei aus dem damaligen Sauertaler Team werden auch diesmal im Kader sein: Michael Wagner und Pascal Mertens. Bei der Eintracht ist noch einer dabei: Trainer Josef Cinar, seinerzeit SVE-Kapitän. Erinnerungen an die Partie hat er keine mehr. Mit Blick auf heute Abend aber versichert er: „Wir werden ganz sicher nicht arrogant auftreten. In puncto Einstellung und Spielvorbereitung werden wir keine Fehler machen.“ Das Ziel formuliert er ebenso klar: „Wir wollen früh für klare Verhältnisse sorgen.“ Manchen Spielern aus seinem Kader will er eine Pause gönnen, ein Qualitätsverlust gehe damit nicht einher. Cinar: „Gerade in der Offensive haben wir viele Optionen.“ Im Tor wird wie beim Pokalspiel in Schillingen Ersatzmann Hendrik Bitzer Spielpraxis sammeln dürfen.

 Sollten viele Zuschauer kommen, wäre das für die Finanzierung der Saison der SGS Gold wert. Die SG Sauertal hofft auf ein weiteres Spiel des Jahres. An einem Platz für eine weitere große Collage soll es im Vereinsheim jedenfalls nicht mangeln.

Mehr von Volksfreund