Rollstuhlbasketball: Dolphins Trier empfangen Wiesbaden am Samstag in der Unihalle

Rollstuhl-Basketball-Bundesliga : Dolphins wollen wieder Spektakel bieten

Mit einem Sieg gegen Wiesbaden könnten die Trierer den Playoff-Platz festigen.

Es ist das einzige Dezember-Heimspiel der Doneck Dolphins Trier in der Rollstuhl-Basketball-Bundesliga – und ein sehr wichtiges noch dazu: Vier Punkte beträgt der Vorsprung der Porta-Nigra-Städter auf die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden, die am heutigen Samstag, 18 Uhr, in der Unisporthalle gastieren.

Noch mehr Abstand zu den Hessen zu schaffen, ist für Dolphins-Spielertrainer Dirk Passiwan von hoher Bedeutung – schließlich würde sein auf Platz fünf rangierendes Team dann sechs Zähler mehr als die siebtplatzierten Wiesbadener haben. „Wir wollen in jedem Fall mindestens Sechster werden und damit in die Playoffs kommen“, bekräftigt Passiwan vor dem zweiten Rückrundenspiel. Der Sprung in die Runde der Besten ist nicht nur sportlich wesentlich attraktiver, sondern hätte auch wirtschaftlich erhebliche Vorteile. „In die Abstiegsrunde nehmen die Mannschaften ihre Liga-Punkte mit. Unser Vorsprung auf die schwächsten Mannschaften wäre also groß und die Spannung gering. Die Auswärtsfahrten wären zudem ein Kostenfaktor“, weiß Passiwan.

Die Schwierigkeiten beim knappen 81:75-Sieg im Hinspiel hat er noch gut in Erinnerung: „Wiesbaden hat eine Reihe richtig guter Leute – und das über Maurice Amacher hinaus.“ Der 29-jährige Schweizer in Diensten der Landeshauptstädter hat durchschnittlich 19,8 Punkte erzielt, was momentan der sechstbeste Liga-Wert ist. Auch die beiden früheren Trierer Matthias Güntner – der Nationalspieler liegt aktuell bei 15,2 Punkten – und André Hopp zählt Liga-Topscorer Passiwan (32,5) zu den Stützen des heutigen Gegners.

Bei den Dolphins gibt es wiederum mit Low-Pointer Lukas Jung einen Spieler mit Wiesbadener Vergangenheit. Er weiß, dass sein Ex-Team „bei jedem Angriff versucht, in die Zone durchzubrechen und die Punkte nah am Korb zu erzielen“. Doch Jung sieht auch sein Team nach dem jüngsten 97:61-Kantersieg in München bestens in Schuss: „Wenn wir dieses Feuerwerk wieder abrufen können, wird es ein Spektakel.“

Das Mitwirken von Rückkehrerin Diana Dadzite nach ihrer erfolgreichen Teilnahme an der Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaft machte sich dabei positiv bemerkbar. „Sie tut uns nicht nur von den Punkten her gut, sondern gibt unserem Spiel auch unheimlich viel Struktur“, sagt Dirk Passiwan.

Einige Dolphins-Akteure schleppten sich im Laufe der Woche mit Erkältungen herum. Correy Rossi war durch eine Handverletzung gehandicapt, und Marc Reitenbach hatte technische Probleme mit seinem Rollstuhl. Zum Spiel gegen Wiesbaden rechnet Passiwan aber mit einem kompletten Kader.

Sein Wiesbadener Trainerkollege Sven Eckhardt gibt sich betont selbstbewusst, wie auf der Homepage der Rhinos zu lesen ist: „Ich glaube an mein Team und bin optimistisch, dass wir in Trier gewinnen können“.

Bereits um 10 und 14 Uhr wird am heutigen Samstag Rollstuhlbasketball in der Unihalle gespielt, wenn die zweite Mannschaft der Dolphins in der Regionalliga Mitte zunächst gegen Luxemburg und dann gegen Bad Kreuznach antritt.