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Ruder-Achter: Trierer Richard Schmidt warnt vor Olympia-Finale

Ruder-Achter : Triers Richard Schmidt: „Das darf uns nicht nochmal passieren“

Dank eines Schlussspurts sichert sich der deutsche Ruder-Achter mit dem 34-jährigen Routinier von der Mosel die direkte Finalteilnahme bei Olympia. Schmidt sieht aber noch Verbesserungsbedarf.

Die Szenerie ist schon etwas bizarr. Während im Hintergrund ein Laster nach dem anderen mit Überseecontainern über Brücken fährt, kämpfen im Vordergrund die Ruderer bei brütender Hitze im Hafengebiet von Tokio ums Weiterkommen und um Medaillen.

Von den speziellen Rahmenbedingungen ließ sich der Deutschland-Achter mit dem Trierer Richard Schmidt in seinem Vorlauf nicht beeinflussen. Mit einem am Ende souveränen Sieg und der besten Zeit aller sieben Boote in beiden Vorläufen hat das Paradeboot des Deutschen Ruder-Verbands das Final-Ticket gelöst – am kommenden Freitag (10.25 Uhr Ortszeit/3.25 Uhr MESZ) geht es für Schmidt und Co. um das ersehnte Ziel Gold.

Dabei gerieten die Deutschen zunächst unter Druck. Die USA legten ein enormes Tempo vor – lange Zeit führten sie das Rennen an. Doch hinten raus schaffte es der deutsche Achter noch vorbeizuziehen – und siegte auf dem Sea Forest Waterway mit einer halben Bootslänge vor den USA und den abgeschlagenen Booten aus Rumänien und Australien.

„Insgesamt war es ein ganz ordentliches Rennen von uns. Auf den ersten 1000 Metern waren wir aber zu verhalten. Das müssen wir ändern. Das darf  uns im Finale nicht nochmal passieren. Wir sind froh, dass die zweiten 1000 Meter gut liefen. Vor allem angesichts der Hitze“, sagte Schmidt zum TV. Zum Zeitpunkt des Rennens zeigte das Thermometer bei knalliger Sonne 33 Grad Celsius an.

Im zweiten Vorlauf setzten sich die Niederländer durchaus überraschend gegen Neuseeland und Großbritannien durch. Die im Saisonverlauf bislang so starken Europameister von der britischen Insel erwischten keinen guten Tag. Der Dauerrivale der vergangenen Jahre muss mit dem Hoffnungslauf am Mittwoch eine Extrarunde drehen.

Anders die Deutschen: „Wir können uns in den nächsten Tagen voll und ganz auf das Finale konzentrieren. Wir werden intensiv trainieren, da wir noch einiges zu verbessern haben“, sagt Schmidt, der keine Prognose für das Rennen um die Medaillen abgeben vermag: „Da werden die Karten komplett neu gemischt. Da hat niemand einen Vorteil, weil er im Vorlauf eine gute Zeit hatte. Die USA sind stark, die Niederländer sind bärenstark, und auch Neuseeland ist super stark. Zudem bin ich mir sicher, dass sich die Briten nochmal zurückmelden werden.“ Neben eifrigem Training ist für Schmidt und Co. angesichts der anhaltenden Corona-Problematik zudem noch etwas anderes extrem wichtig. „Wir dürfen uns bloß nicht irgendwo anstecken“, sagt der Trierer.