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Regionaler Handball
Verbandsliga West: „Der Meister tut sich keinen Gefallen“

 Saarburgs Trainer Uwe Moske (links) sieht sein Team im Titelkampf der Verbandsliga trotz der Niederlage bei der DJK St. Matthias noch in einer guten Position.
Saarburgs Trainer Uwe Moske (links) sieht sein Team im Titelkampf der Verbandsliga trotz der Niederlage bei der DJK St. Matthias noch in einer guten Position. FOTO: TV / Hans Krämer
Saarburg. Saarburgs Trainer überrascht mit Ansichten zum spannenden Titelkampf. Von Mirko Blahak
Mirko Blahak

Die Lage in der Handball-Verbandsliga West spitzt sich zu. Oder ist die Meisterschaft etwa schon entschieden, nachdem sich der TuS Fortuna Saarburg der DJK St. Matthias Trier geschlagen geben musste (Spielbericht unten auf dieser Seite)?

Nö, mitnichten!, sagt Saarburgs Trainer Uwe Moske, der mit seinem Team nun zwei Punkte hinter Tabellenführer HSG Wittlich auf Platz zwei rangiert. Moskes Rechnung: ein Sieg im letzten Saisonheimspiel gegen die SG Gösenroth/Laufersweiler II am 6. April. Und am letzten Spieltag eine Woche später dann ein Erfolg im direkten Duell in Wittlich. Bei Punktgleichheit mit der HSG würde der direkte Vergleich zählen. Das Hinspiel hatte der TuS mit 26:20 gewonnen.

Vielleicht springt aber auch die DJK St. Matthias den Saarburgern noch zur Seite, die am 7. April Wittlich zu Hause empfängt. Moske: „Mit den Kochann-Brüdern oder Jörg Hennefeld spielen ja mehrere ehemalige Fortunen bei der DJK. Ich hoffe, dass sie noch ein Herz für Saarburg haben. Gegen uns waren sie jedenfalls sehr heiß.“

Das Meisterschaftsrennen bleibt spannend – und das, obwohl aus Sicht von Moske der Titel gar nicht so prickelnd wäre: „Wer Meister wird, tut sich eigentlich keinen Gefallen, denn er steigt auf ...“

Kling paradox – doch der Saarburger Coach spielt damit auf die Herausforderungen an, die der Sprung in die Rheinlandliga mit sich bringt. „Schauen Sie sich die HSG Eifel an, die als Aufsteiger noch keinen Punkt in der Rheinlandiga gewonnen hat. Ich weiß nicht, ob wir groß erfolgreicher wären“, sieht er in der neuen Spielgemeinschaft aus SK Prüm und SV Neuerburg ein abschreckendes Beispiel.

Gleichzeitig sagt Moske: „Wenn wir Erster werden sollten, steigen wir definitiv auf. Dafür sind wir zu sehr Sportler.“ Sollte Wittlich Meister werden und gegebenenfalls auf einen Aufstieg verzichten, würden seine Saarburger als Vizemeister dagegen nicht nachrücken: „Als Zweiter steigen wir nicht auf. Das fände ich unsportlich.“

Bei der Fortuna zeichnen sich nach der Saison Veränderungen im Kader ab. Steffen Lorth, Tobias Hoffmann, Tim Moske und eventuell auch Yannik Morin hören womöglich auf – dies würde einen Aufstieg noch schwerer ,verkraftbar’ machen. Wobei Coach Moske sagt: „Eventuell hängen sie in diesem Falle ja doch noch ein Jahr dran.“

So attraktiv wäre die Rheinlandliga allen Unwägbarkeiten zum Trotz vielleicht dann doch.

Das Restprogramm der Top drei (H = Heimspiel, A = Auswärtsspiel):

HSG Wittlich:

Sonntag, 7. April, 16 Uhr: DJK St. Matthias (A)

Samstag, 13. April, 20 Uhr: TuS Saarburg (H)

TuS Fortuna Saarburg:

Samstag, 6. April, 19.30 Uhr: Gösenroth/L II (H)

Samstag, 13. April, 20 Uhr: HSG Wittlich (A)

DJK St. Matthias Trier:

Sonntag, 31. März, 15 Uhr: SG Gösenroth/L II (A)

Samstag, 6. April, 19.30 Uhr: HSC Igel (A)

Sonntag, 7. April, 16 Uhr: HSG Wittlich (H)