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Saisonstart 2022 auf dem Nürburgring: Auf geht’s in die neue Grüne Hölle

Nürburgring : Saisonstart: Auf geht’s in die neue alte Grüne Hölle

Langstreckenserie: Mit der 67. ADAC Westfalenfahrt fällt am Samstag der Startschuss zur 46. Saison auf der Traditionsstrecke in der Eifel.

Die Generalprobe ist absolviert, jetzt kann die Premiere kommen. Nach den Test- und Einstellfahrten am vergangenen Wochenende fällt mit dem ersten Rennen der Nürburgring-Langstreckenserie (NLS), der 67. ADAC Westfalenfahrt am Samstag, 26. März, der Startschuss für die 46. Saison auf der Nordschleife und der Grand-Prix-Strecke. Etwa 170 Fahrzeuge werden ab 12 Uhr auf die Strecke gehen. Die meisten NLS-Saisonrennen gehen über vier Stunden. Es gibt zwei Ausnahmen:  das Sechs-Stunden-Rennen am 9. Juli und das Zwölf-Stunden-Rennen vom 9. bis 11. September.

Gut für die Piloten: Auf einer Länge von zweieinhalb Kilometern wurde auf dem Grand-Prix-Kurs und auf der Nordschleife um die Bereiche Döttinger Höhe, Antoniusbuche, Tiergarten, Hohenrain-Schikane bis hin zur Sabine-Schmitz-Kurve der Asphalt erneuert. Die Fahrer erwarten dadurch bessere Rundenzeiten. „Gerade beim Übergang von Grand-Prix-Strecke auf die Nordschleife, auf dem ersten Linksbogen, ist nun gewaltig mehr Grip. Das wird sich auf die Zeiten auswirken“, meint Marco Seefried von Falken Motorsports.

Für die Fahrer aus der Region ist die NLS (ehemals VLN) wieder Pflichtprogramm. Und Kür zugleich. Nicht alle werden das volle Programm mit neun Läufen inklusive des neuen Zwölf-Stunden-Rennens im September bestreiten. Der Bitburger Thomas Mutsch beispielsweise wird nur ein NLS-Rennen als Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen Ende Mai im Glickenhaus-Boliden fahren. Titelverteidiger Philipp Leisen dagegen wird mit zwei neuen Teamkameraden bei jedem Lauf in den neu gebrandeten BMW 325i von Adrenalin Motorsport klettern. Arno Klasen (Karlshausen) wird für das Team ,équipe vitesse‘ wieder als einer der ,Alten Hasen‘ in den Audi R8 LMS steigen. Und auch Axel und Max Friedhoff aus Bergweiler bei Wittlich werden „auf jeden Fall“ so Axel Friedhoff, am Samstag wieder an die Startlinie gehen.

Insgesamt bestreiten mehr als 800 Fahrer die gesamte Saison. „Bei dieser Herausforderung vom vierten Titel nach 2018, 2020 und 2021 zu sprechen, ist schon eine gewaltige Ansage“, sagt Philipp Leisen aus Irrel. Der aktuelle Champion hat mit Oliver Frisse und Jacob Ehrbacher zwei neue Teamkameraden erhalten. „Wer für Danny Brink und Christopher Rink neu hinzukommt, hat natürlich Teamchef Matthias Unger entschieden. Aber ich hatte zumindest ein kleines Mitspracherecht“, sagt der Eifeler.  Während Frisse schon über viel Nordschleifen-Erfahrung in gleichwertigen Autos verfügt, ist Ehrbacher deutlich jünger. „Ihn kenne ich aber auch schon als Teamkameraden. Er ist mit mir zusammen beim 24-Stunden-Rennen 2021 gefahren. Ich denke, dass wir eine vielversprechende Mischung gefunden haben“, sagt Leisen.

Das Wertungs-Verfahren der Serie wurde für die neue Saison etwas geändert. Es gibt nun – je nach Anzahl der Autos – mehr Klassen, deren Fahrer für den Titel infrage kommen. „Das bedeutet für uns natürlich auch, dass die Zahl der Konkurrenten wächst“, weiß Leisen, was auf das neue Team von Adrenalin Motorsport zukommt. 

Auf eines freuen sich derweil alle, die am Samstag um 12 Uhr an den Start gehen: auf die Rückkehr der Fans. Es kann also losgehen in der neuen alten Grünen Hölle.

Tickets für die Tribünen am Grand-Prix-Kurs sowie die Zuschauer-Plätze in den Bereichen Brünnchen und Pflanzgarten sind ab 18 Euro (Parkplatz zehn Euro) unter www.nuerburgring.de zu haben. Die Tickets beinhalten zudem den Besuch des Fahrerlagers, der Boxengasse, der Startaufstellung sowie des Motorsport-Erlebnismuseums ring°werk.