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Salmrohr: 2:0 gegen Speyer - FSV gelingt Befreiungsschlag

Fußball : 2:0 gegen Speyer: Salmrohr gelingt Befreiungsschlag

Fußball-Oberliga: Drei Tage nach dem Rücktritt von Lars Schäfer besiegt der FSV das keinesfalls enttäuschende Schlusslicht –Trainerfrage noch offen.

Der FSV Salmrohr hat den dringend benötigten Sieg im Kampf um den Klassenverbleib eingefahren: Im Spiel eins nach dem Rücktritt von Trainer Lars Schäfer (siehe Extra) und nach zuletzt zwei Niederlagen gab es am Montagnachmittag einen verdienten 2:0-Erfolg gegen das Schlusslicht der Oberliga-Abstiegsrunde FC Speyer 09.

Drei Änderungen nahm Interimstrainer Karl-Heinz Kieren gegenüber dem 1:2 am Gründonnerstag in Eppelborn vor. Für den am Oberschenkel verletzten Christian Schroeder stürmte Hendrik Thul, Max Düpre rückte in die Innenverteidigung, Gianluca Bohr ging dafür auf die linke Position in der Vierer-Abwehrkette. Im defensiven Mittelfeld nahm Louis Thul den Platz von Jan Umlauf ein. Der geplante Einsatz von Kapitän Michael Dingels (Rückenbeschwerden) hatte sich kurzfristig zerschlagen.

Der FSV agierte mutig und druckvoll. Um ein Haar wären die Gäste aber durch Arbnor Pacaj in Führung gegangen: Nach einem Freistoß kam er aus spitzem Winkel zum Schuss und scheiterte aus kurzer Distanz an der Latte (6.). Sechs Minuten später dann das 1:0 für Salmrohr: Hendrik Thul nahm von der Strafraumkante aus Maß und zirkelte den Ball ins rechte obere Eck. Speyer spielte gefällig nach vorne, machte aber zu wenig aus seinem ansehnlichen Mittelfeldspiel. Die Verteidigung der Domstädter offenbarte indes immer wieder Lücken. Hendrik Thul hatte bis zur Pause drei dicke Gelegenheiten: Zunächst rettete FC-Schlussmann Valentin Heß (24.), dann verfehlte der FSV-Angreifer das Ziel zweimal aus kürzester Distanz (40., 43.).

 „Tempo, Tempo“, forderte Interimscoach Kieren auch im zweiten Durchgang unentwegt. Und sein Team legte nach: Knapp sechs Minuten waren nach der Pause absolviert, da setzte Louis Thul einen knallharten Schuss von der Strafraumkante aus ins rechte untere Eck (51.). Speyer zeigte Moral, wollte den Anschlusstreffer, vergab in der Schlussphase aber einige gute Gelegenheiten.

Karl-Heinz Kieren freute sich über den Erfolg: „Wir hätten allerdings bereits zur Pause alles klarmachen müssen.“ Verständnis hatte er aber dafür, dass nicht alles rund lief: „Hinter uns liegen nach der bitteren Niederlage in Eppelborn und dem Rücktritt von Lars Schäfer aufregende Tage.“ Für diese Woche kündigt er „einige Gespräche“ an, um in der Trainerfrage voranzukommen. Druck habe man aber keinen. Notfalls sitzt der etatmäßige Sportliche Leiter auch am kommenden Samstag daheim gegen den FSV Jägersburg auf der Bank. „Es läuft ja jetzt“, sagte Kieren mit einem Augenzwinkern. Wermutstropfen nach dem Sieg: Verteidiger Lucas Abend musste mit Verdacht auf einen Handbruch ausgewechselt werden.

FSV Salmrohr – FC Speyer 09 2:0   (1:0)

Salmrohr: Grub – Abend (80. Meyer), Tshiabuiye, Düpre, Bohr – Bartsch (80. Schulz)– Lames, Neukirch (70. Umlauf), L.  Thul, Moroz – H. Thul (68. Toppmöller)

Speyer: Heß – Barut (49. Igbokwe), Lee, Pacaj, Avci (72. Karacabey) – Goulas (82. Ilic), Zuch, Kopf, Karakus (63. Uzunhasanoglu), Schattner – Jubin.

Schiedsrichter: Jan-Erik Breuer (Birkenfeld) – Zuschauer: 230

Tore: 1:0 H. Thul (12.), 2:0 L. Thul (51.)