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Salmrohr: Desaster raubt dem FSV die Lust aufs Derby

Fußball-Oberliga : Desaster raubt dem FSV die Lust aufs Derby

Fußball-Oberliga: Salmrohrer 0:7-Abfuhr in Waldalgesheim und personelle Sorgen vor dem Duell mit Eintracht Trier.

Im ersten Spiel der neuen Oberliga-Saison stimmten aus Salmrohrer Sicht Leistung und Ergebnis, als es ein 2:1 in Mülheim-Kärlich gab, im zweiten Spiel war zumindest die Vorstellung fast über  die gesamte Distanz okay, obschon es am Ende 1:2 gegen Emmelshausen hieß. In der dritten Partie passte aus FSV-Sicht aber gar nichts mehr: Gleich mit 0:7 ging das Team von Trainer Lars Schäfer am Mittwochabend bei Alemannia Waldalgesheim unter – und war damit noch gut bedient.

„Ich wäre besser mit unserer A-Jugend oder unserer zweiten Mannschaft hierhin gekommen. Die hätten sich wahrscheinlich besser verkauft. Wie wir verteidigt haben, geht gar nicht. Das war teilweise schon peinlich. Ich habe zuvor weder als Spieler, noch als Trainer jemals 0:7 verloren und bin maßlos enttäuscht.“ Der Salmrohrer Coach wollte nach dem Desaster in Waldalgesheim erst gar nichts beschönigen, obschon er anmerkte, dass „wir es die ersten 10, 15 Minuten noch ordentlich gemacht und die Alemannia vorne gut zugestellt haben“.

Der diesmal von Beginn an als Spitze aufgebotene Nico Toppmöller sorgte mit zwei Fernschüssen noch für erste Offensivgefahr. Doch die vom früheren Trierer Regionalligaspieler Aydin Ay trainierten Gastgeber fanden nach der anfänglichen Orientierungsphase in ihr Spiel. Als Vincenzo Bilotta mit Nils Gräff Doppelpass gespielt hatte, versenkte er den Ball eiskalt zum 1:0 (18.). 60 Sekunden später schon das 2:0: Gräff hatte den Ball eigentlich schon vertändelt, brachte aber im Fallen die Flanke noch in den Strafraum, wo Kapitän Can Özer dankbar vollstreckte. Nach Pass von Philipp Gänz tanzte erneut Özer die FSV-Abwehr aus und traf zum 3:0 (37.). Immer wieder Özer: Nachdem der Regionalliga-erfahrene Angreifer bereits in der vergangenen Saison alle Waldalgesheimer Treffer zum 4:1 in Salmrohr erzielt hatte, avancierte er nun erneut zum FSV-Schreck.

Zumindest drei Treffer markierte der 31-Jährige diesmal: Nach der Pause legte Özer in Minute 64 nach, indem er nach Pass von Linus Wimmer aus 14 Metern ins lange Eck traf. Gräff lief dann noch von der Mittellinie aus durch die ganze  Abwehr der Gäste und lupfte die Kugel zum 5:0 über den einige Male noch gut haltenden Torwart Sebastian Grub hinweg ins Netz (68.). Wimmer schraubte das Ergebnis dann weiter in die Höhe (72./79.). Kurz vor Schluss sah der frustrierte Toppmöller nach einem Foulspiel noch Gelb-Rot (85.) und fehlt seinem Team damit am Samstag, ab 15.30 Uhr, gegen Eintracht Trier.

„So brauchen wir im Derby erst gar nicht anzutreten. Da kriegen wir mindestens zehn Stück“, meinte ein völlig bedienter Salmrohrer Trainer nach der Abfuhr am Rande des Hunsrücks und forderte nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen: „Wir müssen viel konsequenter in die Zweikämpfe gehen.“

Innenverteidiger Max Düpre muss wegen einer Knochenabsplitterung am mittleren Zeh laut Schäfer auch am Samstag passen. Für ihn rückte Gustav Schulz in die Innenverteidigung, wurde dann aber zur Pause gelb-rot-gefährdet ausgewechselt. Dicke Fragezeichen stehen hinter Gianluca Bohr (Oberschenkelprobleme) und Lucas Lautwein (Kniebeschwerden), die am Mittwoch beide vorzeitig das Feld verlassen mussten.

SV Alemannia Waldalgesheim - FSV Salmrohr 7:0 (3:0)

Waldalgesheim: Patria – K. Gänz, F. Haas, Günes – Schmitt (60. Manneck) – Pauer, Bilotta (46. Wimmer), Rosenbaum (70. Widera), P. Gänz – Özer, Gräff (70 Teodonno).

Salmrohr: Grub – Abend, Umlauf, Schulz (46. Unnerstall), Bohr (46. H. Thul)– Giwer, Bartsch – Bidon (71. Pinna), Lames, Lautwein (46. Moroz)– Toppmöller.

Schiedsrichter: Ewerhardy (Britten)

Zuschauer: 184

Tore: 1:0 Bilotta (18.), 2:0, 3:0, 4:0 Özer (19., 37., 64.), 5:0 Gräff (68.), 6:0, 7:0 Wimmer (72., 79.).

Gelb-Rot: Toppmöller (FSV, 85., Foulspiel)