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Salmrohr: Frank Meeth hofft auf „fünf, sechs Hochkaräter“

Fußball : Salmrohrs Trainer hofft auf „fünf, sechs Hochkaräter“

In der Oberliga-Abstiegsrunde tritt der FSV am Sonntag beim Schlusslicht Speyer an. Ein wiedergenesener Akteur könnte auf der Außenbahn für frischen Schwung sorgen.

Die Frage, wie genau der Rückzug von Röchling Völklingen in der Tabelle der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar nun berücksichtigt wird, bringt Salmrohrs Trainer Frank Meeth vor dem Auswärtsspiel am Sonntag, ab 16 Uhr, beim FC Speyer 09 nicht aus der Ruhe: „Egal, welche Wertung jetzt greift, wären wir noch im Rennen. Unser Rückstand aufs rettende Ufer ist nicht so groß.“ Bis Redaktionsschluss hatte sich der Regionalverband Südwest noch zu keiner Entscheidung durchringen können, nachdem die finanziell schwer angeschlagenen und (dadurch) personell gebeutelten Völklinger zu Wochenbeginn erklärt hatten, die Abstiegsrunde nicht mehr fortsetzen zu können. Der Einsatz von Akteuren des jüngeren A-Jugend-Jahrgangs ist entgegen der Annahme der Saarländer nun doch nicht (mehr) möglich (TV berichtete). Für Verwirrung sorgte eine auf dem offiziellen Internetportal fussball.de bereits korrigierte Tabelle. „Das ist wohl eine automatisch generierte Version. Tatsächlich sind wir aber noch dran. Zu einer Entscheidung werden wir erst in einigen Tagen kommen. Die Sachlage ist sehr kompliziert“, sagte Ralf Weiser, Vertreter der Vereine im Spielausschuss des Regionalverbands, auf TV-Anfrage.

Erst vor knapp drei Wochen begegneten sich der FSV und die Speyerer im Salmtalstadion. Im seinerzeit wegen Corona-Fällen in der Salmrohrer Mannschaft auf den Ostermontag verlegten Duell hieß es am Ende 2:0 für die von Interimstrainer Karl-Heinz Kieren betreuten Gastgeber. Die Vorderpfälzer sind zwar aufgrund ihrer schwachen Ausbeute in der Oberliga-Vorrunde im Herbst abgeschlagenes (sportliches) Schlusslicht, wollen aber weiter „guten Fußball spielen, sind voll bei der Sache und haben nichts zu verlieren“, wie Frank Meeth erkannt hat. Im jüngsten Auswärtsspiel in Emmelshausen führte das von Uwe Gaßner trainierte Team bis kurz vor Schluss mit 2:0, musste sich unterm Strich aber mit einem 2:2 zufriedengeben. Wie so oft in dieser Saison brachen die Domstädter auch hier gegen Ende ein.

„Ihre Spielweise eröffnet uns Chancen, gut ins Gegenpressing zu kommen. Ich denke, so wird es möglich sein, dass wir zu fünf, sechs Hochkarätern kommen, die wir einfach auch mal konsequenter nutzen müssen“, sagt der seit rund eineinhalb Wochen amtierende FSV-Coach. Nur noch vier Partien verbleiben den Salmrohrern, um Punkte gegen den Abstieg in die Rheinlandliga zu sammeln. Der Druck steigt immer mehr. „Verlieren verboten“ ist weiterhin die Devise. Das gilt für Meeth aber noch mehr für die Spiele gegen Mannschaften, die noch mit dem FSV um einen Nichtabstiegsplatz kämpfen, wie Eppelborn und Jägersburg.

Der wiedergenesene Alex Kirsch mit seiner „erfrischenden, unkonventionellen Spielweise“ (O-Ton Meeth) biete sich als offensive Alternative für die Außenbahn an. Auch Abwehrspieler Marvin Munzel hat sich wieder gesund gemeldet. Offen ist noch die Einsatzfähigkeit von Innenverteidiger Max Düpre (Bluterguss im Knie), Kapitän Michael Dingels hatte sich nach überstandenen Rückenbeschwerden fürs Abschlusstraining am Freitagabend angekündigt. Kai Bernard, Lucas Lautwein und Jullian Bidon fallen genauso weiter aus wie Torwart Tim Kieren, bei dem mittlerweile eine schwerere Schulterverletzung festgestellt wurde.

Meeths Trainerkollege Gaßner geht die Partie gegen den FSV unterdessen zuversichtlich an und spricht von einer „machbaren Aufgabe“ für den FC Speyer 09. Die Salmrohrer wollen ihn am Sonntag sicher eines Besseren belehren …