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Salmrohr: FSV erwartet „eklige Nummer“ in Emmelshausen

Fußball : Salmrohr erwartet „eklige Nummer“

Fußball-Oberliga: FSV tritt zum Kellerduell beim TSV Emmelshausen an.

Nur allzu gerne hätte Lars Schäfer mit seiner Mannschaft am Freitag vor einer Woche daheim gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich gespielt, verspürte er doch ein „richtig gutes Gefühl“, um endlich den ersten Heimsieg einzufahren. Der Schiedsrichter erklärte den Kunstrasenplatz des FSV Salmrohr aber für unbespielbar (TV berichtete, siehe Extra). Der Coach des Tabellenvorletzten der Oberliga-Nordgruppe kann dem kurzfristigen Spielausfall im Nachhinein aber auch Positives abgewinnen: „Die Einheiten während der Woche waren von hoher Konzentration und Intensität geprägt. Man hat den Jungs angemerkt, dass ihnen das spielfreie Wochenende nach den ganz englischen Wochen gutgetan hat.“ Vor dem Kellerduell am heutigen Samstag, ab 17.30 Uhr, beim um einen Punkt (bei einem Spiel mehr) schlechter notierten Schlusslicht TSV Emmelshausen zieht Schäfer auch aus der verbesserten personellen Situation Zuversicht: Mit Spieler-Co-Trainer Giancarlo Pinna, der zuletzt öfters aus beruflichen Gründen passen musste und zwischendurch auch mal krank war, sowie den wiedergenesenen Julian Bidon und Anton Moroz stehen wichtige Alternativen fürs Mittelfeld wieder zur Verfügung. Ausfallen werden indes neben dem grippekranken Gustav Schulz die Langzeitverletzten Kai Bernard, Michael Dingels, Alex Kirsch und Lucas Lautwein.

Dem in der vorvergangenen Woche verpflichteten Maurice Neukirch (zuvor beim 1. FC Kaiserslautern II aktiv) bescheinigt Schäfer, stetige Fortschritte zu machen. „Er ist aber noch nicht ganz so weit, um von Beginn an aufzulaufen“, sieht der Salmrohrer Coach noch Trainingsrückstand beim monatelang pausierenden 20-jährigen zentralen Mittelfeldspieler.

Torwart Sebastian Grub ist nach seiner ausgeheilten Bauchmuskelverletzung seit zehn Tagen wieder im Training. Ob er in Emmelshausen zwischen den Pfosten steht, wollte Schäfer von der Abschlusseinheit am Freitagabend (nach Redaktionsschluss beendet) abhängig machen: „Wenn Sebastian sich gut fühlt, spielt er auch. Er ist meine Nummer eins. Darauf habe ich mich vor der Saison festgelegt. Allerdings hat Tim Kieren seine Sache in den vergangenen Wochen sehr gut gemacht.“

An der hohen Bedeutung der Partie im Vorderhunsrück lassen weder Vorsitzender Christian Rauen („Da  brauchen wir nicht groß drüber zu reden: Das Ding muss gewonnen werden.“) noch Schäfer Zweifel aufkommen. „Es ist ein Sechs-Punkte-Spiel. Am Ende wird entscheidend sein, wer den Sieg mehr will“, weiß der FSV-Coach. Die bittere, von zahlreichen vergebenen Chancen geprägte 1:2-Hinspielniederlage hat er noch längst nicht vergessen. Auch aus früheren Gastspielen in Emmelshausen weiß Schäfer, „dass wir auf eine Mannschaft treffen, die lauf- und kampfstark ist. Sie setzt auf Emotionen. Ich erwarte eine eklige Nummer“.