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Salmrohr: FSV im Hochwald gefordert – Unnerstall hört auf

Fußball : Pokal: Salmrohr im Hochwald gefordert – Unnerstall hört auf

Im letzten noch ausstehenden Spiel der dritten Runde des Fußball-Rheinlandpokals empfängt die SG Hochwald-Zerf am heutigen Mittwochabend (19.30 Uhr, Rasenplatz Greimerath) den klassenhöheren FSV Salmrohr. Damit treffen zwei Teams aufeinander, für die es in der Liga zuletzt sehr unterschiedlich lief.

Beste Erinnerungen hat SG-Spielertrainer Fabian Mohsmann an das jüngste Aufeinandertreffen mit dem Oberligisten: Anfang Juli gab es im Nachhol-Rheinlandpokalwettbewerb der alten Saison einen 5:4-Erfolg über das Team seines Kollegen Lars Schäfer. Zur Halbzeit hieß es da bereits 4:0 und nach 48 Minuten 5:0, ehe Salmrohr Ergebniskosmetik betreiben durfte. „Eine Stunde lang haben wir sie damals hergespielt. Aber es war das erste größere Spiel nach der langen Corona-Pause. Keiner wusste richtig, woran er war bei diesem halben Pflichtspiel“, sagt Mohsmann. Am heutigen Mittwochabend erwartet er einen FSV, der „sicher ganz anders auftritt als vor drei Monaten, viel griffiger sein wird – und den Ligaalltag vergessen machen will“.

Während bei den Hochwäldern neben dem Langzeitverletzten Kevin Keck die angeschlagenen Benedikt Haas und Lucas Thinnes ausfallen und der Einsatz von Pokal-Torwart Niklas Burg (laboriert an Rückenproblemen) noch offen ist, muss sein Pendant Schäfer auf gleich acht Akteure verzichten. Gegenüber dem Sonntagsspiel bei der TuS Koblenz – hier setzte es beim 2:5 die dritte Pleite in Serie – fällt zusätzlich noch Giancarlo Pinna aus beruflichen Gründen aus.

Einer wird den Salmrohrern künftig generell nicht mehr zur Verfügung stehen: Angreifer Marco Unnerstall (Foto: Fupa/Verein) hat sich mit sofortiger Wirkung abgemeldet. Die zunehmende berufliche Beanspruchung im Restaurant seiner Eltern in Trittenheim, aber auch eine gewisse Unzufriedenheit mit seiner sportlichen Situation führt der 28-Jährige als Gründe an.

Nach einigen Teileinsätzen und seinem Tor Ende August beim 1:4 gegen Eintracht Trier war Unnerstall nicht mehr zum Einsatz gekommen – aufgrund von Oberschenkelbeschwerden. „Dieser Schritt ist mir nicht leicht gefallen, aber letzten Endes gibt es Wichtigeres als Fußball“, lässt Unnerstall durchblicken. Nach seinem Wechsel Anfang 2017 vom SV Leiwen-Köwerich habe er beim FSV so viel erlebt, sei es der Abstieg aus der Oberliga, dann die Rückkehr dorthin, der Fast-Absturz in die Bezirksliga und vor allem den Rheinlandpokalsieg 2019: „Es war eine spannende Zeit. Der super Truppe wünsche ich für die  Zukunft alles Gute.“

Erst nach dem Pokalspiel in Greimerath will sich Lars Schäfer zum Abgang von Unnerstall äußern. Der FSV-Trainer möchte die Konzentration vor dem Duell mit Zerf möglichst hochhalten: „Wir müssen den Allerwertesten zusammenkneifen und auch mal die Dinge volle 90 Minuten lang auf dem Platz umsetzen – und nicht wie zuletzt in Koblenz nur 80 Minuten.“ Da stand es auf dem Oberwerth noch 2:2, ehe noch drei weitere Treffer für die gastgebende TuS fielen. Schäfer kündigt gegen Zerf, das „für mich ein Kandidat für die ersten fünf der Rheinlandliga ist und über einen verschworenen Haufen verfügt“, eine kontrolliert defensive Gangart an.

Die lange Ausfallliste in seinem Kader will er nicht groß thematisieren: „Andere wie Nico Toppmöller oder Alex Kirsch haben es zuletzt richtig gut gemacht. Und auch Hendrik Thul im Sturm ist fleißig hoch zehn. Hoffentlich platzt bei ihm jetzt mal der Knoten.“